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| Seit dem Sturz des somalischen
Präsidenten Mohammed Siad Barre 1991 und dem Scheitern der UN-Missionen
UNOSOM I und II gilt Somalia als Paradebeispiel eines „failed
state“. Nachdem größere bewaffnete Zusammenstöße zwischen den Clanmilizen sowie Gewalthandlungen gegenüber der Zivilbevölkerung ab 2000 abgenommen hatten, eskalierte der Konflikt im Mai 2006 mit einer militärischen Offensive der Union of Islamic Courts (UIC) und erweiterte den Konflikt um eine religiöse Dimension. Die mögliche Verbindung der UIC zu Al-Qaida veranlasste sowohl Nachbarstaaten als auch die USA aus Angst vor einer Ausweitung terroristischer Aktivitäten, religiös-gemäßigte Milizen zu unterstützen. Im Januar 2007 erfolgte durch Luftangriffe auf mutmaßliche Al-Qaida-Stellungen erstmals ein offenes militärisches Eingreifen der USA. Die 2003 in Kenia gegründete
international anerkannte Übergangsregierung (Transitional Federal
Government – TFG) sah sich bis Dezember 2006 mangels Einfluss
außer Stande, gegen das Vorrücken der UIC vorzugehen und
wurden schließlich in Baidoa, dem provisorischen Regierungssitz
des TFG, eingeschlossen. Erst durch eine Intervention Äthiopiens
konnten die vermutlich durch Eritrea unterstützten UIC-Truppen,
zurückgedrängt werden. Durch die ausländische Unterstützung
(insbesondere von Äthiopien) und seine Gründung und Wahl in
Kenia besitzt das TFG allerdings keine große Unterstützung
seitens der somalischen Bevölkerung, wird aber von einer Vielzahl
von Milizen unterstützt. |
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