Stepan Demirchjan
Opositionsführer
Armeniens,
Vorsitzender der Volkspartei Armeniens
1. Spielziele
- Schwächung der Regierung
- Durchsetzung von Neuwahlen
- Erlangen der Regierungsgewalt
- Überleben
2. Spielablauf/Strategien
Zuerst mal musste ich eine Basis für meine Arbeit
schaffen: Dazu gehörte:
- Informationssammlung
- eine unruhige Grundstimmung im Land
- eine internationale Aufmerksamkeit für die Unregelmäßigkeiten
der Wahlen in diesem Frühjahr
- internationale Geldgeber/Verbündete
Die Geldgeber waren schnell gefunden, da die Regierung schnell in
Richtung USA tendierte, reichte ein kleiner Anstoß in Richtung
Russland um dort Partner zu finden. Ebenso einfach war der Iran zu
überzeugen, daß ich der bessere Präsident Armeniens
wäre.
Aufgrund der noch im Gedächtnis verhafteten Wahlfälschung
war auch das Volk schnell zu Unruhen zu bewegen, da ich auf eine gute
Infrastruktur zurückgreifen konnte (Büros meiner Partei
in Allen Bezirken, 30000 Mitglieder). Die Informationssammlung, die
neben (problemlosen) Sondierungsgesprächen mit der Aserbaid.
Opposition und den Abchasen und Osseten bestand, wollte ich das Büro
von Kotscharjan verwanzen lassen, was wohl fehlschlug. Er bekam das
mit, und wollte mich öffentlich anklagen, was mich zum Handeln
zwang: Ich musste, um von dieser Panne abzulenken, ein Attentat auf
mich selber inszenieren lassen, das ich Kotscharjan in die Schuhe
schieben konnte. (Wobei die Zielgruppe eher das Volk, als außenpolitische
Akteure waren) Mein größtes Problem war das verschwinden
von Jorma Inki, den ich, genau wie Europarat und Uno einspannen wollte,
um die Wahlen international anzuprangern. Dadurch waren mir auf dieser
Ebene erst mal die Hände gebunden, weshalb ich mich weiter auf
die Innenpolitik konzentrierte.
Die nächsten Ziele sollten:
- Zugang zu Massenmedien
- Festigung der internationalen Beziehungen sein.
Hier hatte ich Zweimal Glück. Kotscharjan war mit Hilfe des Europarates
und unter dem Eindruck der Andauernden Proteste schnell zu überreden,
die „Moralüberwachungsbehörde“ zurückzupfeifen
und die oppositionellen Sender und Zeitungen wieder zuzulassen. Nach
diesem fetten Zugeständnis wäre meiner schönen Protestwelle
erst mal der Wind aus den Segeln genommen wurden, aber ich bekam Wind
über die Korridorlösung, die Kotscharjan aushandelte mit
Aserbaidschan aushandelte, dank derer ich, gewürzt mit etwas
Nationalismus, das Volk wieder anheizen konnte. Auch außenpolitisch
ging es gut voran, ich musste mich nur in das gemachte Nest, respektive
den vorbereiteten Verhandlungstisch setzen, um eine informative Zusammenarbeit
mit Abashidze, Kochiev, Kokojew, Ali Akram, Chararasi, Lukrerbaya
und Patruschew zu vereinbaren. Was für eine („Untergrunds-„)Front!!
Endlich wurde auch Kotscharjan mal auf mich aufmerksam und wollte
mich überreden, an den Friedensverhandlungen um Karabach teilzunehmen.
Allerdings ohne irgend eine Form der Einwirkungsmöglichkeit auf
die Verhandlung! ich lehnte aus 2 Gründen ab. Erstens hätte
ich damit seine Person und seinen Verhandlungsstandpunkt außenpolitisch
gefestigt, und meine Ablehnung seiner Korridor-Politik unglaubwürdig
gemacht, und 2. hatte ich die Zeit nicht, bei diesen unnützen
Verhandlungen rumzuhocken, bei denen (im Falle eines „Sieges“
Kotscharjan) ich nichts zu gewinnen hatte, und deren Teilnehmer mich
eh nicht als vollwertigen Ansprechpartner akzeptiert hätten.
Ich startete eine Ansehenskampagne um mich auf die hoffentlich baldigen
Neuwahlen vorzubereiten. Damit diese Bemühen nicht umsonst wären,
war mein nächstes Ziel:
- NEUWAHLEN!
Ich erhielt, um die Proteste im land zu verstärken
und weiter Druck machen zu können 2 Mio von den Russen, die ich
über den guten Aram Sakrisjan schnell in Waffen investierte.
Leider war das Volk noch nicht soweit, diese Waffen auch gleich auf
den Strassen einzusetzen. Nun setzte ich mich wieder international
für mehr druck auf kotschi ein, um Neuwhlen durchzudrücken.
Vor allem der Europarat war da eine große Hilfe, den er drohte
unverhohlen mit Verlust des Europaratsitzes, was dem um internationales
ansehen ringenden Kotschi dann doch beeindruckte. Im Parlament kam
der Beschluss, Neuwahlen durchzuführen, durch!!! Yeah! sofort
wird aus meiner Ansehenskampagne ein Wahlkampf. Ich rufe das Attentat
an mich erneut wach, beschuldige Kotschi des Verramschens armenischer
Tradition, des Verkaufs des Landes an die Amis und des innenpolitischen
Versagens.
Der Präsi ist bei weitem nicht so beeindruckt
wie ich dachte und feilscht um Zeit. Erst als ich Iwanov überrede,
Kotschi klarzumachen, das notfalls die russischen Truppen für
Ordnung im Land UND Neuwahlen durchzudrücken handelt er: er löst
das Parlament auf, ruft den Notstand auf und vereinbart mit Iwanov
den Stückweisen Abzug der Russischen Truppen gegen Neuwahlen
in runde 10. Ich verstehe nicht, warum Ivanow da so rumschwächelt
und sich auf den Deal einlässt, aber er tut es, und ich bin nicht
in der Lage, ihn zu kritisieren da ich ihn noch brauche. Denn der
Truppenabzug ist so gelegt, das genau zu den Neuwahlen die letzte
russische Kalaschnikov aus Armenien verschwunden ist, was mich total
schutzlos hinterließe. Zu meinem Schutz lasse ich Aram Sakrisjan
heimlich zurück in das Land kommen und ihn eine „Prodemokratische
Armee“ (aka Geruillatruppe) aufstellen. Mein Wahlkampf wird
immer umfangreicher und verlangt nach Finanzhilfe aus dem Ausland,
was der iran nur zu gerne übernimmt ;) . Ich fordere ein Wahlkampfduell,
das Kotschi erst mal ignoriert, aber später doch annimmt. Die
Freischärler werden in der nähe Jerewans vereteilt und ich
bekomme Ivanow dazu mir im Falle einer erneuten manipulierten Wahl
wieder Truppen in das land zu schicken. Da ich ihm nach seiner letzen
Schlappe nicht ganz traue, lasse ich mir, nach zähen Verhandlungen
mit Kotschi, von der UNO Blauhelme zusichern. allerdings ist die Quantität
eher bescheiden (1500 Mann, ROFL) Die Osze, jetzt unter Fritz Pleitgen,
hat sich bereit erklärt, die Wahlen durchzuführen und zu
überwachen, ja Pleitgen überschlägt sich fast mir jede
Hilfe zuzusichern. Ich kann mic später revanchieren. Ich bekomme
durch unser info-netzwerk mit, das kotschi mit der cobra dealt, leider
weiß ich nicht genau was, aber ich fürchte ich soll beiseite
geschafft werden. Deshalb nehme ich selber kontakt zu cobra uaf und
biete ihm 10 Mios (von den Russen), wenn er jeden Form von Einmischung
in unsere Innenpolitische Sachen die Finger lässt. Cobra stimmt
zu und biete mir an, gegen weitere 5 mios, mir auch noch Beweise von
Kotschis Machenschaften zu liefern. Diese erhalte ich vom Iran (wohl
dem, der Freunde hat ;) )
wie sich später raussteltte hatte ich damit Pleitgens Familie
vor der Entführung bewahrt. Ich lasse diese Beweise in der Heissen
wahlkampfphase auffliegen und frei#ue mir über diesen Coup ein
Loch in Bauch. Dann ist es soweit: DIE WAHLEN! Und ich... gewinne!
YEAHH!!
Nachspiel:
Ich lasse mich schleunigst vereidigen, und bekomme Pleitgens Zusage,
das die Wahlen offiziell als „demokratischen Standards genügend“
bewertet werden. Dafür sichere ich ihm meine Unterstützung
bei seiner Wahl zum Unicef-Chef zu.
Nachbetrachtungen:
Probleme: Außer den logistischen Problemen mit
zu langsamen Zettelrückgaben, die Verhindern das man seine Meldung
noch in die Presse bekommt, hatte ich keine Problem, da Kotschi meisst
aussenpolitisch abgelenkt war und ich schnell zum „Liebling“
de Russen und Iraner wurde.
Der Umgang mit meinen Feinden war praktisch nonexistent, da Kotschi
und ich uns zum Schluss nur noch giftig ansahen und im ganzen Spiel
kaum direkten Kontakt hatten.
Da die Eskalation ja vor allem Georgien betraf, wurde ich damit nur
am Rande behelligt, das einzige Problem damit war, das den Russen
irgendwann in der heissen Phase die Hände gebunden waren, so
das ich auf ihr Unterstützung nicht mehrt rechen konnte...
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