projektkrise 2004geschichte

 

Stepan Demirchjan
Opositionsführer Armeniens,
Vorsitzender der Volkspartei Armeniens

1. Spielziele

- Schwächung der Regierung
- Durchsetzung von Neuwahlen
- Erlangen der Regierungsgewalt
- Überleben

2. Spielablauf/Strategien

Zuerst mal musste ich eine Basis für meine Arbeit schaffen: Dazu gehörte:
- Informationssammlung
- eine unruhige Grundstimmung im Land
- eine internationale Aufmerksamkeit für die Unregelmäßigkeiten der Wahlen in diesem Frühjahr
- internationale Geldgeber/Verbündete
Die Geldgeber waren schnell gefunden, da die Regierung schnell in Richtung USA tendierte, reichte ein kleiner Anstoß in Richtung Russland um dort Partner zu finden. Ebenso einfach war der Iran zu überzeugen, daß ich der bessere Präsident Armeniens wäre.
Aufgrund der noch im Gedächtnis verhafteten Wahlfälschung war auch das Volk schnell zu Unruhen zu bewegen, da ich auf eine gute Infrastruktur zurückgreifen konnte (Büros meiner Partei in Allen Bezirken, 30000 Mitglieder). Die Informationssammlung, die neben (problemlosen) Sondierungsgesprächen mit der Aserbaid. Opposition und den Abchasen und Osseten bestand, wollte ich das Büro von Kotscharjan verwanzen lassen, was wohl fehlschlug. Er bekam das mit, und wollte mich öffentlich anklagen, was mich zum Handeln zwang: Ich musste, um von dieser Panne abzulenken, ein Attentat auf mich selber inszenieren lassen, das ich Kotscharjan in die Schuhe schieben konnte. (Wobei die Zielgruppe eher das Volk, als außenpolitische Akteure waren) Mein größtes Problem war das verschwinden von Jorma Inki, den ich, genau wie Europarat und Uno einspannen wollte, um die Wahlen international anzuprangern. Dadurch waren mir auf dieser Ebene erst mal die Hände gebunden, weshalb ich mich weiter auf die Innenpolitik konzentrierte.
Die nächsten Ziele sollten:
- Zugang zu Massenmedien
- Festigung der internationalen Beziehungen sein.
Hier hatte ich Zweimal Glück. Kotscharjan war mit Hilfe des Europarates und unter dem Eindruck der Andauernden Proteste schnell zu überreden, die „Moralüberwachungsbehörde“ zurückzupfeifen und die oppositionellen Sender und Zeitungen wieder zuzulassen. Nach diesem fetten Zugeständnis wäre meiner schönen Protestwelle erst mal der Wind aus den Segeln genommen wurden, aber ich bekam Wind über die Korridorlösung, die Kotscharjan aushandelte mit Aserbaidschan aushandelte, dank derer ich, gewürzt mit etwas Nationalismus, das Volk wieder anheizen konnte. Auch außenpolitisch ging es gut voran, ich musste mich nur in das gemachte Nest, respektive den vorbereiteten Verhandlungstisch setzen, um eine informative Zusammenarbeit mit Abashidze, Kochiev, Kokojew, Ali Akram, Chararasi, Lukrerbaya und Patruschew zu vereinbaren. Was für eine („Untergrunds-„)Front!!
Endlich wurde auch Kotscharjan mal auf mich aufmerksam und wollte mich überreden, an den Friedensverhandlungen um Karabach teilzunehmen. Allerdings ohne irgend eine Form der Einwirkungsmöglichkeit auf die Verhandlung! ich lehnte aus 2 Gründen ab. Erstens hätte ich damit seine Person und seinen Verhandlungsstandpunkt außenpolitisch gefestigt, und meine Ablehnung seiner Korridor-Politik unglaubwürdig gemacht, und 2. hatte ich die Zeit nicht, bei diesen unnützen Verhandlungen rumzuhocken, bei denen (im Falle eines „Sieges“ Kotscharjan) ich nichts zu gewinnen hatte, und deren Teilnehmer mich eh nicht als vollwertigen Ansprechpartner akzeptiert hätten.
Ich startete eine Ansehenskampagne um mich auf die hoffentlich baldigen Neuwahlen vorzubereiten. Damit diese Bemühen nicht umsonst wären, war mein nächstes Ziel:
- NEUWAHLEN!

Ich erhielt, um die Proteste im land zu verstärken und weiter Druck machen zu können 2 Mio von den Russen, die ich über den guten Aram Sakrisjan schnell in Waffen investierte. Leider war das Volk noch nicht soweit, diese Waffen auch gleich auf den Strassen einzusetzen. Nun setzte ich mich wieder international für mehr druck auf kotschi ein, um Neuwhlen durchzudrücken. Vor allem der Europarat war da eine große Hilfe, den er drohte unverhohlen mit Verlust des Europaratsitzes, was dem um internationales ansehen ringenden Kotschi dann doch beeindruckte. Im Parlament kam der Beschluss, Neuwahlen durchzuführen, durch!!! Yeah! sofort wird aus meiner Ansehenskampagne ein Wahlkampf. Ich rufe das Attentat an mich erneut wach, beschuldige Kotschi des Verramschens armenischer Tradition, des Verkaufs des Landes an die Amis und des innenpolitischen Versagens.

Der Präsi ist bei weitem nicht so beeindruckt wie ich dachte und feilscht um Zeit. Erst als ich Iwanov überrede, Kotschi klarzumachen, das notfalls die russischen Truppen für Ordnung im Land UND Neuwahlen durchzudrücken handelt er: er löst das Parlament auf, ruft den Notstand auf und vereinbart mit Iwanov den Stückweisen Abzug der Russischen Truppen gegen Neuwahlen in runde 10. Ich verstehe nicht, warum Ivanow da so rumschwächelt und sich auf den Deal einlässt, aber er tut es, und ich bin nicht in der Lage, ihn zu kritisieren da ich ihn noch brauche. Denn der Truppenabzug ist so gelegt, das genau zu den Neuwahlen die letzte russische Kalaschnikov aus Armenien verschwunden ist, was mich total schutzlos hinterließe. Zu meinem Schutz lasse ich Aram Sakrisjan heimlich zurück in das Land kommen und ihn eine „Prodemokratische Armee“ (aka Geruillatruppe) aufstellen. Mein Wahlkampf wird immer umfangreicher und verlangt nach Finanzhilfe aus dem Ausland, was der iran nur zu gerne übernimmt ;) . Ich fordere ein Wahlkampfduell, das Kotschi erst mal ignoriert, aber später doch annimmt. Die Freischärler werden in der nähe Jerewans vereteilt und ich bekomme Ivanow dazu mir im Falle einer erneuten manipulierten Wahl wieder Truppen in das land zu schicken. Da ich ihm nach seiner letzen Schlappe nicht ganz traue, lasse ich mir, nach zähen Verhandlungen mit Kotschi, von der UNO Blauhelme zusichern. allerdings ist die Quantität eher bescheiden (1500 Mann, ROFL) Die Osze, jetzt unter Fritz Pleitgen, hat sich bereit erklärt, die Wahlen durchzuführen und zu überwachen, ja Pleitgen überschlägt sich fast mir jede Hilfe zuzusichern. Ich kann mic später revanchieren. Ich bekomme durch unser info-netzwerk mit, das kotschi mit der cobra dealt, leider weiß ich nicht genau was, aber ich fürchte ich soll beiseite geschafft werden. Deshalb nehme ich selber kontakt zu cobra uaf und biete ihm 10 Mios (von den Russen), wenn er jeden Form von Einmischung in unsere Innenpolitische Sachen die Finger lässt. Cobra stimmt zu und biete mir an, gegen weitere 5 mios, mir auch noch Beweise von Kotschis Machenschaften zu liefern. Diese erhalte ich vom Iran (wohl dem, der Freunde hat ;) )
wie sich später raussteltte hatte ich damit Pleitgens Familie vor der Entführung bewahrt. Ich lasse diese Beweise in der Heissen wahlkampfphase auffliegen und frei#ue mir über diesen Coup ein Loch in Bauch. Dann ist es soweit: DIE WAHLEN! Und ich... gewinne! YEAHH!!
Nachspiel:
Ich lasse mich schleunigst vereidigen, und bekomme Pleitgens Zusage, das die Wahlen offiziell als „demokratischen Standards genügend“ bewertet werden. Dafür sichere ich ihm meine Unterstützung bei seiner Wahl zum Unicef-Chef zu.


Nachbetrachtungen:

Probleme: Außer den logistischen Problemen mit zu langsamen Zettelrückgaben, die Verhindern das man seine Meldung noch in die Presse bekommt, hatte ich keine Problem, da Kotschi meisst aussenpolitisch abgelenkt war und ich schnell zum „Liebling“ de Russen und Iraner wurde.
Der Umgang mit meinen Feinden war praktisch nonexistent, da Kotschi und ich uns zum Schluss nur noch giftig ansahen und im ganzen Spiel kaum direkten Kontakt hatten.
Da die Eskalation ja vor allem Georgien betraf, wurde ich damit nur am Rande behelligt, das einzige Problem damit war, das den Russen irgendwann in der heissen Phase die Hände gebunden waren, so das ich auf ihr Unterstützung nicht mehrt rechen konnte...

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