projektkrise 2004geschichte

 

Robert Kotcharjan
Präsident Armeniens


Ich bin Robert Kotcharjan, armenischer Präsident. Meine Spielziele waren die Verbesserungen der wirtschaftlichen Beziehungen zur Türkei und Aserbaidschan sowie die Souveränität Berg Karrabachs (BK). Außerdem wollte ich gern eine Friedenspipeline durch mein Land bauen.

1.Runde:
Außer einem Gespräch mit dem Vertreter BKs habe ich keine konkreten Handlungsideen. Ich beschließe das Spiel auf mich zukommen zu lassen.
Die Opposition tritt an mich heran. In Fehleinschätzung der Lage und ihrer (Opposition) späteren Bedeutung lehne ich genervt jegliche Kontaktaufnahme ab.
Ein Götterzettel informiert mich über eine Wanze in meinem Büro. Da ich noch keine strenggeheimen Aktionen plane, scheint diese Info belanglos. (Ich frage mich hier, ob ich einen Zettel hätte schreiben können: Ich lasse die Wanze entfernen. ?)
Ich beschließe mit meinem Kollegen aus BK (wir haben gleiche Ziele) über Rückkehrrechte aserischer Flüchtlinge nach BK zu verhandeln. (Wir wollen damit unseren guten Willen zu Verhandlungen über BK und unsere Kompromissbereitschaft signalisieren.) In einem Treffen mit Rumsfeld beschließen wir den Ausbau unserer Beziehungen und gemeinsame Anstrengungen bei der Lösung des BK- Konflikt.
Abashidze bittet mich um Vereinfachung wirtschaftlicher Beziehungen.(Je mehr Partner je besser, denke ich und willige ein.)
Ich verhandele mit Alijew über einen Korridor zwischen Nachitschevan und Aserbaidschan, um im Anschluss Souveränitätsforderungen in Bezug auf BK stellen zu können. Der Korridor wird an der iranischen Grenze verlaufen, der Grenzverkehr zwischen Iran und Armenien jedoch dadurch nicht beeinträchtigt. Der nötige Truppenrückzug meinerseits wird mit dem wichtigen Zugeständnis Gukasian als offiziellem Gesprächspartner anzuerkennen und den BK-Status in naher Zukunft endgültig zu klären, belohnt. Wir verkünden offiziell die baldige Einrichtung des Korridors.

2.Runde:
Die Türkei, die mich schon seit langer Zeit sprechen will, die ich aber im Vergleich zum BK-Konflikt als unwichtig einschätze und deshalb warten lassen habe, einigt sich mit mir über regelmäßige bilaterale Gespräche und verbesserte Handelsbeziehungen.

3.Runde:
Ich frage die Götter nach Infos über meine Opposition und deren umstürzlerische(?) Pläne, denn diese ist ständig bei intensiven Verhandlungen mit allen möglichen Parteien zu sehen und hat ein schuldbewusstes Gesicht. Die Demonstrationen in meinem Lande gehen wohl auf ihr Konto. Gleichzeitig, so die Götter, hat die Opposition eigene Probleme.
Ich erhalte eine Götterinfo bezüglich Militärmanöver von Aserbaidschan, der Türkei, USA und Georgien und werde zur Wachsamkeit gemahnt. Ich weiß nicht, was sich da zusammenbraut, kann mich aber nicht sofort kümmern, da mir Delgado zeitgleich verständlich macht, mein aufgeregtes Volk ließe sich vielleicht mit Pressefreiheitsrechten etwas besänftigen. Ich garantiere (unter hämischen Grinsen meiner Opposition) meinem Volk die Pressefreiheit zu gewähren (mein Volk ist glücklich), bestreite aber vehement die Unrechtmäßigkeit der letzten Wahl. Gukasian und ich beschließen mit dem Truppenabzug aus von uns besetztem aserbaidschanischen Gebiet um BK herum zu beginnen, um den Korridor zu ermöglichen.

4.Runde:
Ich versuche von der Türkei zu erfahren, inwiefern sie gegen mich intrigiert (z.B. mit den Truppenübungen oder mit meiner Opposition). Sie fordert von mir vorgezogenen Wahlen und eine Einbindung als Vermittler (ex-post und ‚nur’ für eine gute Presse) in den BK-Konflikt und verspricht mir im Gegenzug, meine Opposition nicht zu unterstützen und sich öffentlich für die „grausamen Verbrechen“ (wie wir den Genozid beschönigend beschreiben) an meinem Volk zu entschuldigen. Dies wird von den Göttern vehement abgelehnt. Damit kann ich meinem Volk leider nicht diese Genugtuung geben gleichzeitig jedoch wird damit auch die vorgezogene Wahl hinfällig.
Ich dränge Alijew weiterhin zu Zugeständnissen in der BK-Frage. Ich will endlich klare Fakten (die Souveränität von BK), um mein Volk, bevor es weiter meutert, beschwichtigen zu können. Wir beschließen eine endgültige „ befriedigende Lösung“ in Runde 5 und 6. Die Götter mahnen uns an, unser Volk bezüglich unserer Pläne zu befragen.
Der eloquente Donald Rumsfeld macht mir in einem Geheimvertrag ein unmoralisches Angebot. Für meine Hinwendung zur USA und meiner Abwendung von Russland, die sich noch keine Deut um mich gekümmert haben (und ich nicht um sie), sichert er großzügige Wirtschaftshilfe und Investitionen in meinem Land zu.

5.Runde:
Ich stelle erschüttert fest, dass in meinem Volk nur 50% für die Souveränität BKs die andere Hälfte jedoch für einen Anschluss an Armenien ist.
Da Gukasian Angst hat, seine Interessen kommen zu kurz und Aserbaidschan und ich manövrieren ihn aus, will er die UN in unsere Verhandlungen einbeziehen. Wir stimmen zu.
Weil die Proteste im einem Land immer größer werden, verkünde ich, die Wahlen um 2 Jahre vorzuziehen. (Ich hoffe bis dahin die BK-Frage so gelöst zu haben, dass meine Volk mich wiederwählt.)

7.Runde:
Es gilt nun die Russen dazu zu bringen ihre Truppen aus Armenien abzuziehen, da wir (BK und Armenien) jetzt mit den USA zusammenarbeiten und außerdem wegen des Korridors vorankommen wollen. (Da können wir russische Sturheit nicht gebrauchen.)
Ivanow sichert mir zu, die russischen Truppen in den nächsten 3 Runden gestaffelt zurückzuziehen und fordert dafür meine Zustimmung zu Neuwahlen. Daraufhin verkünde ich schnell und öffentlich ein breites Sozialprogramm mit verbesserten Krankenleistungen, Erhöhung des Arbeitslosengeldes usw., was ich mit Hilfe der USA und der armenisch- amerikanischen Diaspora finanziere. Der Europarat fordert Neuwahlen noch vor Ablauf der Zwei-Jahresfrist, wovon ich gar nicht begeistert bin.

8.Runde: Unter der Leitung der Türkei und der USA gründen diese sowie Georgien, Aserbaidschan und Armenien den Transkaukasischen Stabilitätspakt(TraSta).
Da die Opposition und das Volk mich weiter unter Druck setzen, um endlich Neuwahlen abzuhalten, gebe ich eine Notstandsverordnung heraus, die das Parlament aller Rechte enthebt und beraume in Runde 10 Neuwahlen an.
Der TraSta verurteilt geschlossen die russische Unterstützung subversiver (Al Quaida) Gruppen.

9. Runde: Aus Furcht vor einer Wahlniederlage in Runde 10 importiere ich das Lochkartenzahlsystem der USA, das für Bush so gut funktionierte. Meine Umfragewerte bezüglich der Wiederwahl sind schlimm. Die Russen unterstützen meine Opposition, wie ich von den Göttern erfahre.
Heidi überredet mich einen von Russland in den UN-Sicherheitsrat eingebrachten Vorschlag anzunehmen, der die Entsendung von 1500 UN-Truppen nach Armenien empfiehlt, um das dort entstandene Vakuum nach dem Abzug der russischen Truppen auszufüllen und eine Destabilisierung zu vermeiden.
Weiterhin verurteilet der TraSta geschlossen die Unterstützung Russlands für die armenische Opposition und den Einfall abchasischer Truppen nach Georgien.
Trotz Wahlkampfduell und Sozialprogramm stehen meine Widerwahlchancen schlecht. Mein türkischer Kollege Gül und ich versuchen die Opposition zu diskreditieren, indem wir ihr ein Briefbombenattentat auf mich unterschieben (wollen). Die Götter lehnen dies als unrealistisch ab.

10.Runde: Ich heuere den Waldbruder an, um ihn zur Bedrohung des OSZE- Beobachters zu überreden, auf dass dieser der erneut von mir manipulierten Wahl einen demokratischen Verlauf attestiert. Der Walbruder verlangt horrende Summen Bestechungsgelder und die Götter lehnen schließlich ab.
BK schließt mit den USA eine separate Militär-und Wirtschaftskooperation, für den Fall, dass es mich bald nicht mehr geben wird und da meine Opposition einen so russenfreundlichen Kurs fährt. Gleichzeitig bekräftigt Alijew öffentlich, dass er mich als Verhandlungspartner für die Lösung der BK-Frage gegenüber meiner Opposition bevorzugt. Als faktische Unterstützung dessen, öffnen wir schrittweise die Grenzen für den eingeschränkten Güter-und Personenverkehr zwischen unseren Ländern.

Als die Wahl endlich kommt, helfen weder Sympathiebekenntnisse, noch US-Wahlsysteme noch Sozialprogramme. Meine Opposition gewinnt und ich darf mich aus dem Spiel verabschieden. Es war ein langes Wochenende.

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