Vladimir Vladimirovich Putin
Russ. Staats- und Regierungschef
IM BUS FESTEGELEGTE ZIELE
WAREN
in
Georgien: Unterstützung der abtrünnigen Regionen und Erzwingung
eines föderalen Systems.
Tschetschenien: Wahlsieg Kadyrows, um russischen Einfluss zu stärken,
und endgültige Zerschlagung von Terrorgruppen.
Berg-Karabach: Russland führende Position in der Minsk-Gruppe
verschaffen.
Armenien: wollte ich durch Wirtschaftshilfe aufkaufen, d.h. pro-russisch
stimmen.
Azerbaidschan: Verbesserung der ?eziehungen, um eine Umlegung der
Pipeline über Russland zu erwirken
Innenpolitisch: Jawlinskis polit. Aus.
Schon in der ersten Spielrunde konkretisierten sich
diese vagen Zielvorstellungen. In den drei Staaten Georgien, Armenien
und Azerbaidschan trafen wir auf keinerlei Freunde, also wurde unser
Ziel - dank Großmachtdenken - die Absetzung aller drei Regierungen.
In
Georgien: wollten wir Schwardnadse absägen und unsere treuen
Partner Süd-Ossetien und Abchasien entweder in ihrer Autonomie
stärken oder ihre pro-russische Haltung auf das gesamte Land
übertragen (s. Strategien).
Armenien: haben wir schnell erkannt, dass die Amerikaner ebenfalls
über Finanzspritzen die Sympathie der Armenier gewannen, welche
sich tendenziell eher an Amerika hielten. Damit verletzten sie den
russischen Stolz. Da sich der Oppositionsführer Demirchian Russland
annäherte, unterstützten wir ihn tatkräftig in seinem
Bemühen, an die Macht zu gelangen. Wir erhofften uns von ihm
pro-russische Politik und das Zurückdrängen des amerikanischen
Einflusses im Kaukasus.
Azerbaidschan: war ein viel zu treuer Kooperationspartner der Amerikaner,
so dass wir gezwungen waren, die Haftentlassung/Befreiung Haji Ali
Akrams zu fördern. Er sollte den undemokratisch an die Präsidentschaft
gekommenen Sohn des Heydar Alizera Glu.... ersetzen. Zu diesem Zweck
nutzten uns sicher unsere guten Beziehungen zum Iran.
Berg-Karabach: war als Instrument für die Erlangung einer renommierten
Führungsrolle in der friedenschaffenden Minsk-Gruppe angedacht,
verlor aber im Strudel der Ereignisse an Bedeutung für die russischen
Ziele.
In Tschtetschenien: wollten wir Russen unser Image aufpeppeln, indem
wir einen Friedenskurs einschlugen. Ich förderte die Bemühungen
der OSZE und des Europarates und der UNO, im ganzen Kaukasus Menschenrechte
& Demokratie zu stärken. Dies sollte Russland in der Wahrnehmung
der Europäer aufwerten und auch egenüber dem etwas zwiespältigen
Partner/Gegner USA als international relevanten Akteur positionieren.
Tschetschenien sollte hauptsächlich aus diesen Gründen befriedet
werden. Natürlich war die Option einer Trennung Tschetscheniens
von Russland utopisch; Tschetschenien sollte durch den geplanten Wahlsieg
Kadyrows - nicht merh militärisch, aber politisch - in Russland
bleiben. Nur der Image-schädigende Krieg zwischen Boldyrews Jungs
und den Rebellen mußte enden.
Iran: zuverlässiger Partner
USA: Zurückdrängung des amerikanischen Einflusses
im Kaukasus
STRATEGIEN:
In
Georgien: gaben wir Abchasien und Süd-Ossetien Geld und Waffen,
um ihre Autonomie zu verteidigen. Dann unterstützten wir im Geheimen
die terroristischen Übergiffe der Regionen gegen das Kernland.
Eine Destabilisierung Georgiens sollte den Präsidenten schwächen.
Russland kooperierte mit dem mafiösen Geschäftsmacher Nachotschewan
und Süd-Ossetien, um Schewardnadse und den Amis Zwangs-Prostitution
und Schewardnadse speziell Verwicklungen in die georgiesche Mafia
anzuhängen zum Ziel der Rufschädigung und so den Rücktritt
zu erzwingen. Da die USA auf Eskalation setzte und sich mit Georgien
gegen Russland verbündete, mussten wir unsere kleinen Brüder
uns Schwestern in Abchasien und Süd-Ossetien auch militärisch
und mit Hilfe des Geheimdienstes und (sogar) der Waldbrüder verteidigen.
Ziwschenzeitlich planten Igor und ich, Nadareishvili gegen Schwardnadse
aufzubringen und ihn finanziell und politisch zu stärken, damit
er das Präsidentenamt übernimmt und pro-russisch agiert.
Nach vehementer Ablehnung Abchasiens und Süd-Ossetiens verwarfen
wir die Idee und überlegten, ob wir den erfolglosen Abashidze
unterstützen sollten, was wir aber nie wirklich taten. Wir setzten
auf Eskalation mit allen Mitteln und legten unsere Beziehungen mit
den USA in Runde 5 offiziell auf Eis. Nicht die Gefahr des 3. Weltkriegs,
sondern der Putsch zwangen mich letztlich zum Einlenken und zur Kooperation
mit den USA. Vordergründig haben wir natürlich auch in Georgien
mit der UNO zusammengearbeitet, um unseren internationalen Ruf nicht
zu gefährden.
Armenien: wollten wir wegen seiner Partnerschaft - genau wie Azerbaidschan
- die Wirtschafta- und Militärhilfe streichen - wollten leider
die Gödder nicht... Wir behielten die Beziehungen mit den Ländern/Regierungen
bei, jedoch unterkühlt und vorsichtig, wobei wir keine Konfrontation
wollten. Über unseren Geheimdienst und den Iran arbeiteten wir
am Druck auf die Regierung. Wir sponsorten Stepan Demirchians Wahlkampf
von der ersten Runde an, was uns letztlich die pro-russische Regierung
in Armenien bescherte. Die Infiltration Armeniens durch den russischen
Geheimdienst u. a. unterstützte die armenische Opposition in
der Organisation des Volksaufstandes.
Azerbaidschan: Aliyew wollte unsere Militär- und Wirtschaftshilfe,
aber war doch bester Freund mit den USA. Da wir eine zweite (oder
dritte) Front scheuten, sprachen wir ab und zu mit Aliyew. Unsere
Strategie war stets von dem Ziel, Aliyew durch Haji Ali Akram A. zu
ersetzen, geleitet. Wir unterstützten mit allen Mitteln die Befreiung
und wollten besonders mit dem Europarats-MR-Kommissar eine Neuwahl
in Azerbaidschan einfordern. Als sich keine demokratische Wahl abzeichnete,
unterstützten wir über die Kampagne für Haji Ali Akram
A. auch seine militanten Versuche, an die Macht zu kommen - immer
zusammen mit dem Iran. Bezüglich Berg-Karabach willigten wir
den Korridor zu, um unsere kühlen Beziehungen zu Armenien und
Azerbaidschan zu besänftigen.
Tschetschenien: Es war von vronherein in meinem Interesse,
den Tsschetschenien-Krieg zu befrieden, um der internationalen Kritik
den Nährboden zu entziehen. Erstaunlicherweise waren Boldyrew
und Kadyrow auch zum Frieden mit den Rebellen mit den Rebellen bereit.
Ich setzet auf die OSZE und den Europarat und unterstützte den
Friedensgipfel mit Maschadow und Bassajew, den Truppenabzug etc.
Als Jawlinski jedoch nach Tschetschenien kam, durfte der Frieden nicht
ihm angerechnet werden, so verzögerten sich meine Friedensbemühungen,
da ich Jawlinski mit Nachotschewans Hilfe oder der der OSZE politisch
erledigen musste. Plutonium-Schmuggel durften wir ihm leider nicht
anhängen, doch wir liessen Waffen in Tschetschenien verschwinden
- was wir Jawlinski anhängen wollten - und gaben sie Süd-Ossetien
für ihren terroristischen Kampf gegen Georgien. Tschetschenien
übetrug ich immer mehr Kadyrow, da er ja eigentlich pro-russisch
war und ich sowieso mit Georgien und den USA beschäftigt war.
PROBLEME
1) Russland hat keine Freunde im Kaukasus.
2) USA sind die einzige Supermacht und alle wollten sie und nicht
Russland als Partner.
3) Die Presse war parteiisch.
4) Niemandem konnte man trauen, nicht mal der UNO/Europarat/OSZE und
nicht den eigenen Leuten.
Problematisch war es, alle Konflikte gleichzeitig zu bearbeiten. Zwar
hatte ich viele Russen in meiner Botschaft, aber diese entwickelten
ihre eigenen Interessen, besonders der Geheimdienst- und der Militärchef.
Selbst Iwanow ernannte sich nach dem Putsch zum Interimspräsident,
was nur verdeutlicht, dass niemandem über den Weg zu trauen war.
Diese konfligierenden Interessen innerhalb der russ. Delegation und
zum Teil chaotische oder mangelhafte Kommunikation liessen mich zum
Tiel im Ungewissen über russische Aktionen und ausländische
Reaktionen.
ENTSCHEIDUNGEN
Meine Entscheidungen wurden stark vom aktuellen Spielstand
beeinflusst, d.h. wem man zu diesem Zeitpunkt Freund und wem Feind
war. Die Dynamik des Spiels ließ zum Teil wenig Ruam, anfängliche
Ziele zu verfolgen, sondern zwang uns fast "schicksalshaft"
in die Eskalation mit Georgien/den USA. Nach dem Putsch war ich auf
die USA angewiesen, um meine Macht wieder zu erlangen.... et voilá:
zurück im Kreml.
UMGANG MIT PARTNERN UND FEINDEN
Abchasien und Süd-Ossetien waren wie die armenische und azerbaidschanische
Opposition treue Freunde und wir hatten eine relativ konstant gute
Beziehung. Freunde, die sich als Feinde entpuppten, wollten wir Russen
die Verräter abstrafen (im Fall der Putschisten wollte Igor Schauprozesse),
zum Beispiel durch Streichen der finanziellen Mittel, was die Gödder
nicht zuließen. Also hatten wir mit unseren Feinden zwar kühle
Beziehungen, doch offene Feindschaften gab es von russischer Seite
nicht. Unsere Abkommen und unsere Freundschaften wurden mit Wodka
zelebriert!!!
ESKALATION?
Ja, es ist eskaliert! Wegen dem Wodka?! Vielleicht
haben wir uns bezüglich Georgien/USA zu weit aus dem Fenster
gelehnt, weswegen ich auch aus dem Kreml stürzte... Unsere Großmachtinteressen
in Georgien, Armenien und Azerbaidschan waren gewagt, in letzter Konsequenz
- bezüglich der Vertreibung der Amtsinhaber - letztlich aber
erfolgreich! Eskaliert ist es 1) wegen der Arroganz der USA, 2) wegen
der Arroganz Schewardnadses, 3) wegen dem Einknicken der UNO vor den
USA, 4) weil die Gödder nicht für uns waren, weil die Presse
- mein Gott, weil wir Russen sind...
Und wegen der Spieldynamik..., oder??
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