projektkrise 2004geschichte

 

Vladimir Vladimirovich Putin
Russ. Staats- und Regierungschef

 

IM BUS FESTEGELEGTE ZIELE WAREN
in
Georgien: Unterstützung der abtrünnigen Regionen und Erzwingung eines föderalen Systems.
Tschetschenien: Wahlsieg Kadyrows, um russischen Einfluss zu stärken, und endgültige Zerschlagung von Terrorgruppen.
Berg-Karabach: Russland führende Position in der Minsk-Gruppe verschaffen.
Armenien: wollte ich durch Wirtschaftshilfe aufkaufen, d.h. pro-russisch stimmen.
Azerbaidschan: Verbesserung der ?eziehungen, um eine Umlegung der Pipeline über Russland zu erwirken
Innenpolitisch: Jawlinskis polit. Aus.

Schon in der ersten Spielrunde konkretisierten sich diese vagen Zielvorstellungen. In den drei Staaten Georgien, Armenien und Azerbaidschan trafen wir auf keinerlei Freunde, also wurde unser Ziel - dank Großmachtdenken - die Absetzung aller drei Regierungen. In
Georgien: wollten wir Schwardnadse absägen und unsere treuen Partner Süd-Ossetien und Abchasien entweder in ihrer Autonomie stärken oder ihre pro-russische Haltung auf das gesamte Land übertragen (s. Strategien).
Armenien: haben wir schnell erkannt, dass die Amerikaner ebenfalls über Finanzspritzen die Sympathie der Armenier gewannen, welche sich tendenziell eher an Amerika hielten. Damit verletzten sie den russischen Stolz. Da sich der Oppositionsführer Demirchian Russland annäherte, unterstützten wir ihn tatkräftig in seinem Bemühen, an die Macht zu gelangen. Wir erhofften uns von ihm pro-russische Politik und das Zurückdrängen des amerikanischen Einflusses im Kaukasus.
Azerbaidschan: war ein viel zu treuer Kooperationspartner der Amerikaner, so dass wir gezwungen waren, die Haftentlassung/Befreiung Haji Ali Akrams zu fördern. Er sollte den undemokratisch an die Präsidentschaft gekommenen Sohn des Heydar Alizera Glu.... ersetzen. Zu diesem Zweck nutzten uns sicher unsere guten Beziehungen zum Iran.
Berg-Karabach: war als Instrument für die Erlangung einer renommierten Führungsrolle in der friedenschaffenden Minsk-Gruppe angedacht, verlor aber im Strudel der Ereignisse an Bedeutung für die russischen Ziele.
In Tschtetschenien: wollten wir Russen unser Image aufpeppeln, indem wir einen Friedenskurs einschlugen. Ich förderte die Bemühungen der OSZE und des Europarates und der UNO, im ganzen Kaukasus Menschenrechte & Demokratie zu stärken. Dies sollte Russland in der Wahrnehmung der Europäer aufwerten und auch egenüber dem etwas zwiespältigen Partner/Gegner USA als international relevanten Akteur positionieren. Tschetschenien sollte hauptsächlich aus diesen Gründen befriedet werden. Natürlich war die Option einer Trennung Tschetscheniens von Russland utopisch; Tschetschenien sollte durch den geplanten Wahlsieg Kadyrows - nicht merh militärisch, aber politisch - in Russland bleiben. Nur der Image-schädigende Krieg zwischen Boldyrews Jungs und den Rebellen mußte enden.

Iran: zuverlässiger Partner

USA: Zurückdrängung des amerikanischen Einflusses im Kaukasus

STRATEGIEN:

In
Georgien: gaben wir Abchasien und Süd-Ossetien Geld und Waffen, um ihre Autonomie zu verteidigen. Dann unterstützten wir im Geheimen die terroristischen Übergiffe der Regionen gegen das Kernland. Eine Destabilisierung Georgiens sollte den Präsidenten schwächen. Russland kooperierte mit dem mafiösen Geschäftsmacher Nachotschewan und Süd-Ossetien, um Schewardnadse und den Amis Zwangs-Prostitution und Schewardnadse speziell Verwicklungen in die georgiesche Mafia anzuhängen zum Ziel der Rufschädigung und so den Rücktritt zu erzwingen. Da die USA auf Eskalation setzte und sich mit Georgien gegen Russland verbündete, mussten wir unsere kleinen Brüder uns Schwestern in Abchasien und Süd-Ossetien auch militärisch und mit Hilfe des Geheimdienstes und (sogar) der Waldbrüder verteidigen.
Ziwschenzeitlich planten Igor und ich, Nadareishvili gegen Schwardnadse aufzubringen und ihn finanziell und politisch zu stärken, damit er das Präsidentenamt übernimmt und pro-russisch agiert. Nach vehementer Ablehnung Abchasiens und Süd-Ossetiens verwarfen wir die Idee und überlegten, ob wir den erfolglosen Abashidze unterstützen sollten, was wir aber nie wirklich taten. Wir setzten auf Eskalation mit allen Mitteln und legten unsere Beziehungen mit den USA in Runde 5 offiziell auf Eis. Nicht die Gefahr des 3. Weltkriegs, sondern der Putsch zwangen mich letztlich zum Einlenken und zur Kooperation mit den USA. Vordergründig haben wir natürlich auch in Georgien mit der UNO zusammengearbeitet, um unseren internationalen Ruf nicht zu gefährden.
Armenien: wollten wir wegen seiner Partnerschaft - genau wie Azerbaidschan - die Wirtschafta- und Militärhilfe streichen - wollten leider die Gödder nicht... Wir behielten die Beziehungen mit den Ländern/Regierungen bei, jedoch unterkühlt und vorsichtig, wobei wir keine Konfrontation wollten. Über unseren Geheimdienst und den Iran arbeiteten wir am Druck auf die Regierung. Wir sponsorten Stepan Demirchians Wahlkampf von der ersten Runde an, was uns letztlich die pro-russische Regierung in Armenien bescherte. Die Infiltration Armeniens durch den russischen Geheimdienst u. a. unterstützte die armenische Opposition in der Organisation des Volksaufstandes.
Azerbaidschan: Aliyew wollte unsere Militär- und Wirtschaftshilfe, aber war doch bester Freund mit den USA. Da wir eine zweite (oder dritte) Front scheuten, sprachen wir ab und zu mit Aliyew. Unsere Strategie war stets von dem Ziel, Aliyew durch Haji Ali Akram A. zu ersetzen, geleitet. Wir unterstützten mit allen Mitteln die Befreiung und wollten besonders mit dem Europarats-MR-Kommissar eine Neuwahl in Azerbaidschan einfordern. Als sich keine demokratische Wahl abzeichnete, unterstützten wir über die Kampagne für Haji Ali Akram A. auch seine militanten Versuche, an die Macht zu kommen - immer zusammen mit dem Iran. Bezüglich Berg-Karabach willigten wir den Korridor zu, um unsere kühlen Beziehungen zu Armenien und Azerbaidschan zu besänftigen.

Tschetschenien: Es war von vronherein in meinem Interesse, den Tsschetschenien-Krieg zu befrieden, um der internationalen Kritik den Nährboden zu entziehen. Erstaunlicherweise waren Boldyrew und Kadyrow auch zum Frieden mit den Rebellen mit den Rebellen bereit. Ich setzet auf die OSZE und den Europarat und unterstützte den Friedensgipfel mit Maschadow und Bassajew, den Truppenabzug etc.
Als Jawlinski jedoch nach Tschetschenien kam, durfte der Frieden nicht ihm angerechnet werden, so verzögerten sich meine Friedensbemühungen, da ich Jawlinski mit Nachotschewans Hilfe oder der der OSZE politisch erledigen musste. Plutonium-Schmuggel durften wir ihm leider nicht anhängen, doch wir liessen Waffen in Tschetschenien verschwinden - was wir Jawlinski anhängen wollten - und gaben sie Süd-Ossetien für ihren terroristischen Kampf gegen Georgien. Tschetschenien übetrug ich immer mehr Kadyrow, da er ja eigentlich pro-russisch war und ich sowieso mit Georgien und den USA beschäftigt war.

PROBLEME

1) Russland hat keine Freunde im Kaukasus.
2) USA sind die einzige Supermacht und alle wollten sie und nicht Russland als Partner.
3) Die Presse war parteiisch.
4) Niemandem konnte man trauen, nicht mal der UNO/Europarat/OSZE und nicht den eigenen Leuten.
Problematisch war es, alle Konflikte gleichzeitig zu bearbeiten. Zwar hatte ich viele Russen in meiner Botschaft, aber diese entwickelten ihre eigenen Interessen, besonders der Geheimdienst- und der Militärchef. Selbst Iwanow ernannte sich nach dem Putsch zum Interimspräsident, was nur verdeutlicht, dass niemandem über den Weg zu trauen war.
Diese konfligierenden Interessen innerhalb der russ. Delegation und zum Teil chaotische oder mangelhafte Kommunikation liessen mich zum Tiel im Ungewissen über russische Aktionen und ausländische Reaktionen.

ENTSCHEIDUNGEN

Meine Entscheidungen wurden stark vom aktuellen Spielstand beeinflusst, d.h. wem man zu diesem Zeitpunkt Freund und wem Feind war. Die Dynamik des Spiels ließ zum Teil wenig Ruam, anfängliche Ziele zu verfolgen, sondern zwang uns fast "schicksalshaft" in die Eskalation mit Georgien/den USA. Nach dem Putsch war ich auf die USA angewiesen, um meine Macht wieder zu erlangen.... et voilá: zurück im Kreml.

UMGANG MIT PARTNERN UND FEINDEN

Abchasien und Süd-Ossetien waren wie die armenische und azerbaidschanische Opposition treue Freunde und wir hatten eine relativ konstant gute Beziehung. Freunde, die sich als Feinde entpuppten, wollten wir Russen die Verräter abstrafen (im Fall der Putschisten wollte Igor Schauprozesse), zum Beispiel durch Streichen der finanziellen Mittel, was die Gödder nicht zuließen. Also hatten wir mit unseren Feinden zwar kühle Beziehungen, doch offene Feindschaften gab es von russischer Seite nicht. Unsere Abkommen und unsere Freundschaften wurden mit Wodka zelebriert!!!

ESKALATION?

Ja, es ist eskaliert! Wegen dem Wodka?! Vielleicht haben wir uns bezüglich Georgien/USA zu weit aus dem Fenster gelehnt, weswegen ich auch aus dem Kreml stürzte... Unsere Großmachtinteressen in Georgien, Armenien und Azerbaidschan waren gewagt, in letzter Konsequenz - bezüglich der Vertreibung der Amtsinhaber - letztlich aber erfolgreich! Eskaliert ist es 1) wegen der Arroganz der USA, 2) wegen der Arroganz Schewardnadses, 3) wegen dem Einknicken der UNO vor den USA, 4) weil die Gödder nicht für uns waren, weil die Presse - mein Gott, weil wir Russen sind...
Und wegen der Spieldynamik..., oder??

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