| Hugo Rafael Chávez Frías
Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe /
Funktion:
Führte die bolivarianische Revolution (nach dem großen
Helden Simon Bolivar) in Venezuela ein;
Venezuelanischer Präsident mit weitreichenden Machtbefugnissen
Vorsitzender des „Moviemiento por la V. republica“
Biographisches:
Noch keene fuffzich; Diplom in Militärwissenschaft und Kriegskunst;
Master in Politikwissenschaft, begeisterter Maler, saß nach
einem Putschversuch im Knast, widmete sich dort Gedanken zu nationalen
und internationalen Realitäten; Dr. h.c. in Südkorea, China,
Russland, Brasilien;
Seine sonntägliche Fernsehsendung „Alo, Presidente“
funktioniert wie eine Call-In-Sendung; El Presidente sitzt am Kopf
einer langen Tafel, das Kabinett an den Längsseiten; BürgerInnen
rufen an, um ihre Beschwerden loszuwerden und Hugo dirigiert diese
direkt an die zuständigen MinisterInnen. Und es klappt, Telefonleitung
werden gelegt, Krankenstationen gebaut, Brotverkaufsstellen eingerichtet.
Er hat einen sehr ausgefallenen Modegeschmack: am liebsten trägt
er Trainingsanzüge der venezuelanischen Fußballmannschaft
Interessen & Positionen bzgl. des Konflikts:
Angst vor Aktionen kolumbianischer Para’s in Venezuela; Ablehnung
der US-gestützten kolumbianischen Regierung, die Bolivars Ideale
verrät;
dennoch größtes Ziel: Vermeidung eines starken direkten
Einmischens der USA in K.
Handlungsspielraum / mögliche Strategien:
Zunächst natürlich die demokratischen Kräfte Kolumbiens
von der Notwendigkeit und Richtigkeit einer bolivarianischen revolution
in ihrem geschundenen und ausgemergelten Land zu sorgen, ihnen zeigen
wie man die kalte Hand des US-Imperialismus abschüttelt. Stärkung
der verschiedenen Bewegungen des Volkes und Hilfe bei einer möglichen
Vereinigung. Befreiung der Ölförderung von US-Firmen und
starke Einbindung in die OPEC für den gemeinsamen Kampf um Verbesserung
der Lebensbedingungen der Völker Südamerikas und der ganzen
sog. 3. Welt
Ressourcen:
Verfassungsmäßig: natürlich das gesamte Militär
Venezuelas, emotional: mindestens zwei drittel davon würden mir
in den Tod folgen; mein Land ist der fünftgrößte Erdölförderer,
deswegen in gewissem maße finanzielle Möglichkeiten (wenn
das Geld noch nicht für eins der unglaublich vielen sozialen
Projekte ausgegeben wurde), ein wunderschönes Land und ein phantastisches
Volk (abgesehen von den Schergen der USA) liegen mir zu Füßen
und stehen hinter mir (ziemlich paradox, was); ein weltweites Netz
von UnterstützerInnen hilft der bolivarianischen Revolution,
Staats- und Regierungschefs in aller Herren Länder sehen mich
als mutigen Vorkämpfer gegen den US-Imperialismus in Südamerika
und weltweit, mich Verbinden persönliche Freundschaften mit tausenden
Menschen aus hunderten Ländern; Venezuela verfügt über
zwei Dinge: das Öl und die bolivarianische Revolution, die sich
in unserem Glauben an uns selbst, unserem Enthusiasmus für uns
und alle geknechteten Völker der Welt und schließlich in
unserer Hingabe für unseren Präsidenten widerspiegelt.
Verbündete AkteurInnen:
Auf jeden Fall die Menschen, die nicht aus dem weißen Haus,
dem Pentagon oder Langley gesteuert werden; alle Menschen, die wie
ich den Traum einer erneuten Befreiung Lateinamerikas im Sinne unseres
großen Vorbilds Simón Bolivar träumen; gewiss Lula,
wenn auch abnehmend;
Mir fiel schon auf, dass scheinbar bewusst niemand meines weltweiten
Freundeskreises berücksichtigt wurde, nicht mal so große
Vorbilder und geostrategisch bedeutende Persönlichkeiten wie
der „maximo lider“ Fidel. Ich würde nie eine Verschwörung
gegen die Völker Lateinamerikas vermuten, aber auffällig
ist das schon.
Gegnerische AkteurInnen:
Uribe und seine faschistischen Paramilitärs, die auf geheiß
Washingtons versuchten und immer wieder versuchen die bolivarianische
Revolution, seine Verfassung und seine Führung zu beseitigen
sowie eine Ausbreitung auf Kolumbien verhindern. Der gesamte Imperialistische
Machtapparat der USA, der immer wieder die gerechte Verfassung Venezuelas
zu unterminieren versucht;
Relevante Foren:
Natürlich die OAS, in der die Zahl fortschrittlicher Menschen
immer mehr steigt und den Boden bereitet, sich nach dem Vorbild unserer
Revolution vom US-Imperialismus zu befreien;
Ebenso die OPEC, die erkannte, dass eine Entwicklung der Länder
des Südens nur über stabile und gerechte Rohstoffpreise
zu lasten der Imperialistischen Länder funktionieren kann; |