projektkrise 2004geschichte

Hugo Rafael Chávez Frías

Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe / Funktion:

Führte die bolivarianische Revolution (nach dem großen Helden Simon Bolivar) in Venezuela ein;
Venezuelanischer Präsident mit weitreichenden Machtbefugnissen
Vorsitzender des „Moviemiento por la V. republica“

Biographisches:

Noch keene fuffzich; Diplom in Militärwissenschaft und Kriegskunst; Master in Politikwissenschaft, begeisterter Maler, saß nach einem Putschversuch im Knast, widmete sich dort Gedanken zu nationalen und internationalen Realitäten; Dr. h.c. in Südkorea, China, Russland, Brasilien;
Seine sonntägliche Fernsehsendung „Alo, Presidente“ funktioniert wie eine Call-In-Sendung; El Presidente sitzt am Kopf einer langen Tafel, das Kabinett an den Längsseiten; BürgerInnen rufen an, um ihre Beschwerden loszuwerden und Hugo dirigiert diese direkt an die zuständigen MinisterInnen. Und es klappt, Telefonleitung werden gelegt, Krankenstationen gebaut, Brotverkaufsstellen eingerichtet.
Er hat einen sehr ausgefallenen Modegeschmack: am liebsten trägt er Trainingsanzüge der venezuelanischen Fußballmannschaft

Interessen & Positionen bzgl. des Konflikts:

Angst vor Aktionen kolumbianischer Para’s in Venezuela; Ablehnung der US-gestützten kolumbianischen Regierung, die Bolivars Ideale verrät;
dennoch größtes Ziel: Vermeidung eines starken direkten Einmischens der USA in K.

Handlungsspielraum / mögliche Strategien:

Zunächst natürlich die demokratischen Kräfte Kolumbiens von der Notwendigkeit und Richtigkeit einer bolivarianischen revolution in ihrem geschundenen und ausgemergelten Land zu sorgen, ihnen zeigen wie man die kalte Hand des US-Imperialismus abschüttelt. Stärkung der verschiedenen Bewegungen des Volkes und Hilfe bei einer möglichen Vereinigung. Befreiung der Ölförderung von US-Firmen und starke Einbindung in die OPEC für den gemeinsamen Kampf um Verbesserung der Lebensbedingungen der Völker Südamerikas und der ganzen sog. 3. Welt

Ressourcen:

Verfassungsmäßig: natürlich das gesamte Militär Venezuelas, emotional: mindestens zwei drittel davon würden mir in den Tod folgen; mein Land ist der fünftgrößte Erdölförderer, deswegen in gewissem maße finanzielle Möglichkeiten (wenn das Geld noch nicht für eins der unglaublich vielen sozialen Projekte ausgegeben wurde), ein wunderschönes Land und ein phantastisches Volk (abgesehen von den Schergen der USA) liegen mir zu Füßen und stehen hinter mir (ziemlich paradox, was); ein weltweites Netz von UnterstützerInnen hilft der bolivarianischen Revolution, Staats- und Regierungschefs in aller Herren Länder sehen mich als mutigen Vorkämpfer gegen den US-Imperialismus in Südamerika und weltweit, mich Verbinden persönliche Freundschaften mit tausenden Menschen aus hunderten Ländern; Venezuela verfügt über zwei Dinge: das Öl und die bolivarianische Revolution, die sich in unserem Glauben an uns selbst, unserem Enthusiasmus für uns und alle geknechteten Völker der Welt und schließlich in unserer Hingabe für unseren Präsidenten widerspiegelt.

Verbündete AkteurInnen:

Auf jeden Fall die Menschen, die nicht aus dem weißen Haus, dem Pentagon oder Langley gesteuert werden; alle Menschen, die wie ich den Traum einer erneuten Befreiung Lateinamerikas im Sinne unseres großen Vorbilds Simón Bolivar träumen; gewiss Lula, wenn auch abnehmend;

Mir fiel schon auf, dass scheinbar bewusst niemand meines weltweiten Freundeskreises berücksichtigt wurde, nicht mal so große Vorbilder und geostrategisch bedeutende Persönlichkeiten wie der „maximo lider“ Fidel. Ich würde nie eine Verschwörung gegen die Völker Lateinamerikas vermuten, aber auffällig ist das schon.

Gegnerische AkteurInnen:

Uribe und seine faschistischen Paramilitärs, die auf geheiß Washingtons versuchten und immer wieder versuchen die bolivarianische Revolution, seine Verfassung und seine Führung zu beseitigen sowie eine Ausbreitung auf Kolumbien verhindern. Der gesamte Imperialistische Machtapparat der USA, der immer wieder die gerechte Verfassung Venezuelas zu unterminieren versucht;

Relevante Foren:

Natürlich die OAS, in der die Zahl fortschrittlicher Menschen immer mehr steigt und den Boden bereitet, sich nach dem Vorbild unserer Revolution vom US-Imperialismus zu befreien;
Ebenso die OPEC, die erkannte, dass eine Entwicklung der Länder des Südens nur über stabile und gerechte Rohstoffpreise zu lasten der Imperialistischen Länder funktionieren kann;