| Alvaro Uribe Velez
Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe /
Funktion:
Politiker und Geschäftsmann in Antioquia/ die exekutive Macht
des Staates im Kampf gegen die Guerrillas effektiv zu implementieren/
Präsident Kolumbiens
Biographisches:
Als Kind wohlhabender Eltern aus Medellin, habe ich aufgrund der
vielen “Fincas” meiner Familie viel zu viel Zeit auf dem
Land verbracht, daher meine Schwierigkeiten mit elaborierten Verfahren
und Prozessen ein gegebenes Ziel zu erreichen. Trotz meiner exklusiven
akademischen Ausbildung (Harvard, Oxford u.a) bevorzuge ich weiterhin
den direkten und rustikalen Stil der Landbevölkerung, mit dem
ich aufgewachsen bin. Der Tod meines Vaters hat mich stark beeinflusst
und mich dazu bewegt in die Politik einzusteigen, um die Instabilität,
die durch die Guerrillas entstanden ist, beenden zu können. In
meiner politischen Karriere musste ich mit allen möglichen Leuten
Kompromisse eingehen: mit Mafiabossen, Paramilitärs, der liberalen
Partei, den konservativen Landbesitzer Antioquias und dem politischen
Establishment in Bogota. Sie standen stets auf meiner Telefonliste
(wie bei jedem anderen kolumbianischen Politiker). Dank der fortdauernden
Niederlage der traditionellen politischen Klasse gegen die Guerrillas
konnte ich mich als Präsident bei den letzten Wahlen behaupten.
Seitdem ich im Amt bin, verfolge ich eine Politik der starken Hand
gegen die Rebellen und vertrete dem Volke gegenüber das Konzept
der Demokratischen Sicherheit . Das kolumbianische Volk liebt mich
als ihren Führer und sind sogar bereit die Verfassung zu ändern,
damit ich weitere 4 Jahre ihr Präsident bleibe. Letzteres ist
sicherlich Ausdruck meines Erfolges als Politiker, aber vor allem
Ausdruck meiner Person als überzeugter Patriot.
Interessen & Positionen bzgl. des Konflikts:
Die Kolumbianer haben es satt, mit den Guerrillas kohabitieren zu
müssen, sie wollen einen starken Mann im Palast, der in der Lage
ist, eine starke Politik durchzusetzen, um die Rebellion niederzuschlagen.
Dieser Mann bin ich und ich werde alle Mitteln anwenden, um dieses
Ziel zu erreichen. Die linken Rebellen sind eine Schande für
Kolumbien und vernichten mit ihren Aktionen die Chancen Kolumbiens
an der globalen Wirtschaft und Weltgesellschaft teilzunehmen. Ohne
Anknüpfung an die globalen Transformationen ist Kolumbien als
Land verloren und verurteilt im 19. Jahrhundert zu verbleiben. Die
Guerrillas sind so weit gegangen, dass selbst Teile der zivilen Gesellschaft
sich organisiert haben, um sie zu bekämpfen. Ich bin im für
die Beteiligung der Gesellschaft am Konflikt denn der Krieg in Kolumbien
betrifft uns alle. Selbst wenn mache dieser Gesellschaftsakteure sich
in paramilitärischen Gruppierungen entwicklein die genauso oder
gar problematischer sind als die Guerrillas, halte ich die Vernichtung
der linken Rebellen weiterhin für meine Priorität.
Handlungsspielraum / mögliche Strategien:
Meine primäre Strategie ist die Schaffung einer möglichst
soliden und grossen politischen Koalition (national und international),
die mich und meine Regierung in unserem Vorhaben, die Guerrillas zu
besiegen unterstützt. Aus dieser Unterstützung werde ich
die finanziellen und militärischen Mitteln ziehen, um den Krieg
zu gewinnen. Die militärische Macht des Staates und die Legitimität
eines gewählten Amtes, die mir als Staatsoberhaupt zur Verfügung
stehen, werde ich als Hauptwaffen einsetzen. Kurz: ich werde den ganzen
Staatsapparat dazu bewegen, den Krieg zu gewinnen.
Ressourcen:
Im Prinzip stehen mir alle Ressourcen des Staates zur Verfügung.
Besonders wichtig im Moment ist die Terrorismus-Konjuktur in der Welt,
die dafür sorgen könnte, dass ich einfacher und zügiger
die gewünschte Unterstützung bekomme.
Verbündete Akteure:
Die Weltmacht USA, die Internationale Staatengesellschaft (zumindest
was die Legitimität der Regierung in inneren Angelegenheiten
angeht), 80% der kolumbianischen Bevölkerung, die “politische
Klasse” des Landes
Gegnerische Akteure:
Die Guerrillas, die post-modernen Regierungen Europas und die gegnerischen
politischen Parteien im Land
Relevante Foren:
Fernsehansprachen, Konsultationen mit anderen Präsidenten, Einladungen
in den Palast, alle möglichen Zusammenschlüsse, die ich
für richtig halte und natürlich das Schlachtfeld.
Links:
http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1006
http://www.taz.de/pt/2003/05/16.nf/mondeText.artikel,a0072.idx,20#anfang
http://www.monde-diplomatique.es/2003/04/ospina.html
http://www.presidencia.gov.co/presidente/index.htm
http://www.upaz.edu.uy/informes/sobrecolom/infuandes.htm
http://www.cidob.org/bios/castellano/lideres/u-002.htm |