projektkrise 2004geschichte

Alvaro Uribe Velez

Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe / Funktion:

Politiker und Geschäftsmann in Antioquia/ die exekutive Macht des Staates im Kampf gegen die Guerrillas effektiv zu implementieren/ Präsident Kolumbiens

Biographisches:

Als Kind wohlhabender Eltern aus Medellin, habe ich aufgrund der vielen “Fincas” meiner Familie viel zu viel Zeit auf dem Land verbracht, daher meine Schwierigkeiten mit elaborierten Verfahren und Prozessen ein gegebenes Ziel zu erreichen. Trotz meiner exklusiven akademischen Ausbildung (Harvard, Oxford u.a) bevorzuge ich weiterhin den direkten und rustikalen Stil der Landbevölkerung, mit dem ich aufgewachsen bin. Der Tod meines Vaters hat mich stark beeinflusst und mich dazu bewegt in die Politik einzusteigen, um die Instabilität, die durch die Guerrillas entstanden ist, beenden zu können. In meiner politischen Karriere musste ich mit allen möglichen Leuten Kompromisse eingehen: mit Mafiabossen, Paramilitärs, der liberalen Partei, den konservativen Landbesitzer Antioquias und dem politischen Establishment in Bogota. Sie standen stets auf meiner Telefonliste (wie bei jedem anderen kolumbianischen Politiker). Dank der fortdauernden Niederlage der traditionellen politischen Klasse gegen die Guerrillas konnte ich mich als Präsident bei den letzten Wahlen behaupten. Seitdem ich im Amt bin, verfolge ich eine Politik der starken Hand gegen die Rebellen und vertrete dem Volke gegenüber das Konzept der Demokratischen Sicherheit . Das kolumbianische Volk liebt mich als ihren Führer und sind sogar bereit die Verfassung zu ändern, damit ich weitere 4 Jahre ihr Präsident bleibe. Letzteres ist sicherlich Ausdruck meines Erfolges als Politiker, aber vor allem Ausdruck meiner Person als überzeugter Patriot.

Interessen & Positionen bzgl. des Konflikts:

Die Kolumbianer haben es satt, mit den Guerrillas kohabitieren zu müssen, sie wollen einen starken Mann im Palast, der in der Lage ist, eine starke Politik durchzusetzen, um die Rebellion niederzuschlagen. Dieser Mann bin ich und ich werde alle Mitteln anwenden, um dieses Ziel zu erreichen. Die linken Rebellen sind eine Schande für Kolumbien und vernichten mit ihren Aktionen die Chancen Kolumbiens an der globalen Wirtschaft und Weltgesellschaft teilzunehmen. Ohne Anknüpfung an die globalen Transformationen ist Kolumbien als Land verloren und verurteilt im 19. Jahrhundert zu verbleiben. Die Guerrillas sind so weit gegangen, dass selbst Teile der zivilen Gesellschaft sich organisiert haben, um sie zu bekämpfen. Ich bin im für die Beteiligung der Gesellschaft am Konflikt denn der Krieg in Kolumbien betrifft uns alle. Selbst wenn mache dieser Gesellschaftsakteure sich in paramilitärischen Gruppierungen entwicklein die genauso oder gar problematischer sind als die Guerrillas, halte ich die Vernichtung der linken Rebellen weiterhin für meine Priorität.

Handlungsspielraum / mögliche Strategien:

Meine primäre Strategie ist die Schaffung einer möglichst soliden und grossen politischen Koalition (national und international), die mich und meine Regierung in unserem Vorhaben, die Guerrillas zu besiegen unterstützt. Aus dieser Unterstützung werde ich die finanziellen und militärischen Mitteln ziehen, um den Krieg zu gewinnen. Die militärische Macht des Staates und die Legitimität eines gewählten Amtes, die mir als Staatsoberhaupt zur Verfügung stehen, werde ich als Hauptwaffen einsetzen. Kurz: ich werde den ganzen Staatsapparat dazu bewegen, den Krieg zu gewinnen.

Ressourcen:

Im Prinzip stehen mir alle Ressourcen des Staates zur Verfügung. Besonders wichtig im Moment ist die Terrorismus-Konjuktur in der Welt, die dafür sorgen könnte, dass ich einfacher und zügiger die gewünschte Unterstützung bekomme.

Verbündete Akteure:

Die Weltmacht USA, die Internationale Staatengesellschaft (zumindest was die Legitimität der Regierung in inneren Angelegenheiten angeht), 80% der kolumbianischen Bevölkerung, die “politische Klasse” des Landes

Gegnerische Akteure:

Die Guerrillas, die post-modernen Regierungen Europas und die gegnerischen politischen Parteien im Land

Relevante Foren:

Fernsehansprachen, Konsultationen mit anderen Präsidenten, Einladungen in den Palast, alle möglichen Zusammenschlüsse, die ich für richtig halte und natürlich das Schlachtfeld.

Links:

http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1006
http://www.taz.de/pt/2003/05/16.nf/mondeText.artikel,a0072.idx,20#anfang
http://www.monde-diplomatique.es/2003/04/ospina.html
http://www.presidencia.gov.co/presidente/index.htm
http://www.upaz.edu.uy/informes/sobrecolom/infuandes.htm
http://www.cidob.org/bios/castellano/lideres/u-002.htm