| William Braucher Wood
Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe /
Funktion:
US-Botschafter in der Republik Kolumbien
- Repräsentation der Vereinigten Staaten von Amerika.
- Diplomatische Vertretung der US-Regierung und damit erster Ansprechpartner
bezüglich der US-Außenpolitik zu Kolumbien
- Leitung der US-Botschaft, die sich administrativ hauptsächlich
um Visa- Genehmigungen für kolumbianische Bürger kümmert
und erste Adresse aller US-Staatsbürger ist, die sich in Kolumbien
aufhalten.
- Kontaktperson für US-Regierung, um Interessen schon mal an
die nötigen Stellen heranzutragen
- Adressat für Kongressabgeordneter und Senatoren (falls die
mal nach Kolumbien reisen sollten)
Biographisches:
- geboren am 07.August 1951 in Indiana.
- 1973 Bachelors of Arts in Philosophie an der Universität Bucknell
- 1975 Master of Busniess Administration mit Spezialisierung auf internationale
Finanzen an der Universität George Washington
- seit mehr als 25 Jahren im diplomatischen Dienst der USA
- In Washington war ich zunächst in der Policy Planungsgruppe
für Lateinamerika als Spezialassistent für das "Bureau
of Political-Military Affairs", sowie als Experte bezüglich
Lateinamerika-fragen innerhalb des Planungsstabs des "Under Secretary
for Political Affairs".
- 1992 Teilnahme an der Verhandlungsdelegation der OSZE Konferenz
/ Helsinki – Prozess. Dabei war ich tätig in Uruguay, Argentinien,
El Salvador, Italien
- Verhandlungsführer der US-Delegation innerhalb der NATO High
Level Task Force bei den Verhandlungen zur Abrüstungskontrolle
konventioneller Waffen
- Weitere Spezialgebiete sind multilaterale Gebiete, Friedenslaboratorien,
konventionelle Rüstungskontrolle, wirtschaftliche Entwicklung
und sicherheitspolitische Fragen.
- 1998 – 2002 war ich erster Hilfssekretär im Außenministerium
und dann geschäftsführender (bzw. stellvertretender) Sekretär
im Außenministerium im Büro für Belange der internationalen
Organisationen. Man überwies mir die Verantwortung für alle
Aspekte der US-Außenpolitik bei den Vereinten Nationen und bei
zahlreichen weiteren multilateralen Organisationen.
- Vor meiner Berufung nach Bogotá war ich politischer Berater
bei der U.S. Mission vor den Vereinten Nationen, wo ich Chef- Verhandler
im Sicherheitsrat.
- zahlreiche Ehrungen und Auszeichnungen, unter anderem die höchste
, die das US-Außenministerium vergibt. (Distinguished Service
Award 2002)
Interessen & Positionen bzgl. des Konflikts:
- Die USA erkennt einen deutlichen Zusammenhang zwischen terroristischen
und extremen Gruppierungen, die die Sicherheit im Staat bedrohen.
Diese Gruppen finanzieren sich mitunter durch den Drogenhandel.
- Ziel der USA ist es, Kolumbien bei der Verteidigung seiner demokratischen
Institutionen zu stärken und die illegalen linken und rechten
Gruppen zu besiegen.
- Dadurch könnte der kolumbianische Staat seine effektive Souveränität
auf das gesamte staatliche Gebiet ausbreiten und seinem Volk die notwendige
Sicherheit garantieren.
- es besteht auch kein Interesse an einem Zusammenbruch des Staates,
noch an einer Eskalation des Konfliktes.
- die kolumbianische Regierung soll in ihrer Sicherheitspolitik bestärkt
werden, d.h.
der US- Fokus liegt beim Aufbau handlungsfähiger Institutionen,
besonders im militärischen, polizeilichen und auch im juristischen
Bereich
- Die USA hat KEIN Interesse an einer Militärintervention in
Kolumbien und will auch keine US-Truppen nach Kolumbien verlagern.
- Ein großes Interesse haben sowohl die US-Regierung als auch
Privatfirmen an den kolumbianischen Ölvorkommen. Die US-Regierung
unterstützt US-Firmen bei der Ölausbeutung (im Sicherheitsbereich).
=> Für die USA wäre es wünschenswert, wenn die Guerrilla
(FARC & ELN) aus dem wichtigsten Ölföderungsgebiet im
Arauca verschwinden würden.
Handlungsspielraum / mögliche Strategien:
- Mein Handlungsspielraum ist zur Zeit tendenziell recht groß,
da der kolumbianische Präsident großes Interesse an guter
Zusammenarbeit mit den USA hat.
- Die Kollaboration funktioniert zur Zeit sehr gut.
Er ist auf unsere finanzielle und materielle Unterstützung angewiesen.
Außerdem möchte Uribe unbedingt ein bilaterales Freihandelsabkommen
mit den USA , für den Fall, dass die gesamtamerikanische Freihandelszone
nicht so bald zustande kommt.
Meine Interessen kann ich am besten direkt bei der Regierung durchsetzen.
Man sollte sich diplomatisch und verständnisvoll zeigen, aber
immer wieder auf das US-Problem des Terrorismus und des Drogenhandels
aufmerksam machen.
Priorität hat bei uns offiziell die nationale Sicherheit und
der kolumbianische Konflikt bedroht diese Sicherheit immer stärker.
Seit einiger Zeit geht auch die Farc absichtlich und zielgerichtet
gegen US-Staatsbürger vor. Im Jahr 2003 hatten wir einige Tote
zu beklagen, so dass wir vor Reisen (auch geldeinbringende Touristen)
nach Kolumbien warnen.
- Ich will Drohgebärden zur Zeit vermeiden, da die USA gerade
international ziemlich diffamiert dasteht (durch die Foltersache im
Irak) Mit Zuckerbrot und Peitsche kann man noch immer kommen, wenn
alle andere Mittel ausgereizt wurden.
- Aber wenn es nötig ist, würden wir genauso wie im Irak
einen Alleingang wagen und einen präventiven Krieg eingehen.
Es geht darum die amerikanische Gesellschaft vor Terroristen zu schützen.
Weder unserem Land noch unserem Volk darf Schaden zugefügt werden.
Ressourcen:
- Der US-Kongress hat eine enorme Summe an finanziellen Mitteln zu
Verfügung gestellt. Die USA trainiert und stattet kolumbische
Sondereinheiten (Drogenbekämpfung und Aufstandbekämpfung)
aus. Wir versorgen die kol. Armee mit neuen Helikoptern und übernehmen
die Besprühung der Kokapflanzen (beaufragte US-Privatfirmen)
Verbündete Akteure:
- Chef der Anti-Drogenbehörde DEA
- CIA
- Präsident Uribe + Vizepräsident Francisco Santos
- Transnationale Konzerne mit US-Beteiligung
- Militärchefs aus der kolumbianischen Armee
- der Chef der Polizei und des DAS
Gegnerische Akteure:
Relevante Foren:
Quellen:
"The National Security Strategy of the United States" ,
The White House, September 2002.
Web-Site der US-Botschaft Bogotá: http://usembassy.state.gov/colombia/wwwsmane.shtml
" Colombia - Anual Report on Drugs 2003" , http://www.state.gov/interntl/
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