projektkrise 2004geschichte

Manmohan Singh

 

Biographisches:

Geboren am 26. September in Gah/ Punjab. Wuchs als Kind in einer Bauernfamilie im pakistanischen Punjab auf, konnte später dank Stipendien in Cambridge und Oxford Wirtschaft studieren.
1982-1985 war er Leiter der Reserve Bank of India, sowie parallel Mitglied im Direktorium des Internationalen Währungsfonds.
1991 Ernennung zum Finanzminister in der Regierung Narasinha Raos. Singh liberalisierte die staatlich gelenkte wirtschaft und bekämpfte somit Stagnation und Hyperinflation, was ihm hohe Anerkennung insbesondere bei der ländlichen Bevölkerung bescherte.
2004 Ernennung zum 14. Premierminister Indiens seit der Unabhängigkeit im Jahre 1947, nachdem Sonia Gandhi von der siegreichen Kongresspartei das Amt ablehnte.
Singh gehört der Religionsgemeinschaft der Sikhs an und ist der erste Nichthindu im Amt des Premierministers.

Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe / Funktion:

Mammohan Singh ist seit 2004 Premierminister von Indien.

Interessen & Positionen:

Mit der „Look-East“ Politik rückte Myanmar in den Fokus der indischen Politik.
Als zweites Interesse rücken ökonomische Faktoren in den Vordergrund. Indien schloss mehrere Handelsabkommen mit Myanmars Militärregierung sowie Entwicklungsprojekte, um im Gegenzug eine Versorgungssicherheit mit Rohstoffen und Energieträgern für die eigene prosperierende Wirtschaft zu gewährleisten.
Großes Interesse in der Kooperation mit der Militärregierung liegt zudem im sicherheitspolitischen Bereich. Indien unterstützt die burmesische Armee logistisch im Kampf gegen die Akteure der Drogenökonomie im Land. Weiter sicherte sich Indien in Verhandlungen die Zusage, dass die im Nordwesten angesiedelten moslemischen Ethnien entwaffnet werden, um terroristische Angriffe auf das eigene Territorium zu verhindern.

Handlungsspielraum / mögliche Strategien:

Indien hat großes Interesse auf Grund der wirtschaftlichen, diplomatischen und sicherheitspolitischen Kooperation mit der Regierung in Myanmar den vorherrschenden Status quo zu erhalten. Premier Singh gilt als Politiker der Diplomatie und des Ausgleichs. Seine weitreichenden Kontakte zu den verschiedenen Konfliktparteien, insbesondere die kürzlich beschlossene enge Kooperation mit den USA erschließen Singh eine wichtige Position als Vermittler.

Ressourcen:

Indien besitzt einen starken militärischen Sektor und stellt eine Atommacht dar. Wichtige Energieressourcen sind Mangelware, daher liegt der Schwerpunkt in der High-Tech Industrie und einer nach Ressourcen strebenden Außenpolitik.
Indien besitzt in der Region weit reichende Kontakte, die mittlerweile sogar mit dem Erzfeind Pakistan aufgebaut werden. Die Anerkennung als Atommacht durch die USA und den dadurch verbundenen Aufbau von Beziehungen auf den unterschiedlichen Sektoren, verleihen Indien zusätzliches Gewicht, nicht nur auf die Region begrenzt.

Verbündete Akteure:

GUM, USA, UN, Thailand

Gegnerische Akteure:

Drogenmafia, UWSA, UWSA (SMC), KIO, NMSP, VR China

Foren:


Mitglied in BIMSTEC (Bangladesh, Indien, Myanmar, Sri Lanka und Thailand- Economic Cooperation); Forum zur Stärkung der bilateralen Kooperation in Wirtschaftsfragen.

Mitglied im ASEAN Regional Forum (ARF) mit dem Ziel Handelsbeziehungen zu vertiefen, sowie den Austausch von Informationstechnologie, militärischer Logistik und Ressourcen mit den ASEAN-Mitgliedsstaaten zu vertiefen.