projektkrise 2004geschichte

Asha Haji Elmi Amin

 

 

Biographisches

geb. 1962 in Galgaduud, südliches Somalia. Familie gehörte zur oberen Mittelschicht. Verheiratet mit einem Mann eines verfeindeten Clans, daher verstoßen vom eigenen Clan (Hawiye).

“I was divided in two. My birth clan rejected me because my husband was from a clan they were fighting. My husband's clan considered me a spy and a stranger. Where do I belong? I realized the only identity no one could take away from me was being a woman. My only clan is womanhood.”

Asha hat einen Bachelor of Arts im Fach Wirtschaft an der Somalia National University und einen Master of Business Administration von der US International University in Kenia.

2005 war sie nominiert für den Friedensnobelpreis.

Im Oktober 2006 wurde sie in Philadelphia, Pennsylvania, USA mit der Liberty Bell ausgezeichnet. Sie wurde geehrt als Stimme der Frauen- und Friedensbewegung weltweit.

Hintergrund / Funktion:

Asha sieht sich selbst als eine Friedensaktivistin.

1992 gründet sie die Organisation Save Somali Women and Children (SSWC), eine der ersten clan-übergreifenden Organisationen in Somalia die sich für die Belange von Frauen und Kindern einsetzt.

Im Jahr 2000 waren Frauen bei Friedensverhandlungen in Djibouti nicht vertreten. Asha betrieb daraufhin Lobbyarbeit für die Frauen, gründete den Sixth Clan, in dem Frauen nun clan-übergreifend und unabhängig vertreten werden. Seither haben Frauen einiges erreicht. Beispielsweise die 12%-Regel bei der Vergabe der 275 Sitze im Parlament. Derzeit sind 22 Frauen für das Parlament tätig. Auch haben sich inzwischen 12 weitere Organisationen gebildet, die sich für Frauenrechte in Somalia stark machen. Ashas Aufruf lautet: „Have one voice and one interest as women“.

Asha selbst ist Mitglied des TFG. Sie war die einzige Frau am Verhandlungstisch der Somali National Reconcilation Conference 2004 und die erste Frau, die ein Friedensabkommen mit unterzeichnete.

Sie ist eine der führenden Köpfe innerhalb der Kampagne: Zero Tolerance of Female Genital Mutilation.

Interessen & Positionen:

„Peace is the only real solution.“, sagt Asha Haji Elmi Amin.

Sie fordert eine schrittweise Emanzipation der somalischen Frauen und eine verstärkte Partizipationsmöglichkeit sowohl im gesellschaftlichen, als auch im politischen Bereich.
Da während eines Krieges/Bürgerkrieges vor allem die Zivilbevölkerung, ganz besonders Frauen und Kinder, leiden, strebt sie eine schnelle politische Lösung des Konflikts an. Clan-übergreifende politische Lösungen müssen hierzu gefunden werden.

Die TFG muss in der Hauptstadt und im Rest des Landes Fuß fassen.

Neue Gesetze /Verfassungsänderungen müssen auf den Weg gebracht werden, um Frauenrechte zu stärken. Entwicklungsgelder und sonstige Fonds/ finanzielle Ressourcen müssen für die Verbesserung der Lage von Frauen zur Verfügung gestellt und genutzt werden (z.B. für ärztliche Betreuung, den Bau von Krankenhäusern, Schulen/ Bildungszentren, Frauenhäusern, Rechtsberatung, Ausbildungsplätze, Förderung von Kleinstgewerben etc.).

Die Entwaffnung der Bevölkerung muss strikt durchgeführt werden.

Islamisten müssen bekämpft werden, vor allem weil sie in der Vergangenheit Frauenrechte massiv einschränkten und unter anderem den Ganzkörperschleier zur Pflicht machten.

Eine enge Zusammenarbeit mit westlichen Medien, Regierungen und NGOs ist erwünscht und notwendig.

Handlungsspielraum / mögliche Strategien:

Asha Haji Elmi Amin hat die Möglichkeiten sowohl über ihre Organisationen der SSWC oder dem Sixth Clan zu operieren. Da sie Mitglied des TFG ist, stehen ihr Möglichkeiten und Ressourcen zur Verfügung, die andere Frauen nicht haben.
Asha besitzt gute Verbindungen ins Ausland, ist gebildet und weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

Ressourcen:

Im Zuge der Frauenbewegung steht sie gerade im Ausland nicht alleine da. Sie wird unterstützt von UNIFEM, 1000Peacewomen, der EU, somalischen Frauen (und evt. auch Männern) der Diaspora, Frauenaktivistinnen weltweit etc.

Asha stehen Gelder der Geberländer zur Verfügung. Sie kann zurückgreifen auf Einnahmen der Regierung z.B. aus Steuererhebungen an Häfen und Flughäfen.

Asha hat die Möglichkeit Gesetzte auf den Weg zu bringen, sich öffentlich zu politischen Themen zu äußern, Initiativen von männlichen Kollegen medienwirksam zu boykottieren.

Asha hat ebenfalls die Möglichkeit innerhalb der AU mit Unterstützung zu rechnen. Beispiele aus anderen afrikanischen Ländern wie Nigeria (sehr erfolgreiche Frauenproteste bei Ölfirmen) oder Liberia (Präsidentin im Amt) sind Hinweise für mögliche Unterstützung.

Verbündete Akteure:

Abdullahi Yusuf Ahmed
Ali Mohamed Ghedi
Adan Mohamed Nuur Madobe
Osman Hassan Ali Atto (Ato)
Bashir Rage
Abukar Aden
Abdullahi Mohammed Hussein
Jendayi Frazer
Javier Solana
Meles Zenawi
Mwai Kibaki
Yoweri Museveni
John Agyekum Kufour
François Lonseny Fall
Dr. Ali Sheikh

Gegnerische Akteure:

Sheikh Abdikadir
Sheikh Sharif Sheikh Ahmed
Hassan Dahir Aweys
Aden Hashi Farah "Eyrow"

Foren: