projektkrise 2004geschichte

Mwai Kibaki

 

 

Biographisches

- 1931 in einem kleinen Städtchen am Fuß des Mount Kenia geboren,
- 1950-1955: Studium der Volkswirtschaft, Geschichte und Politik an der Makere-Universität in Kampala (Uganda)
- Bachelor in Staatsfinanzen an der London School of Economics and Political Science,
- Rückkehr nach Afrika 1958,seit Unabhängigkeit (1963) Abgeordneter der Kenya African National Union (KANU), später verschiedene Ministerposten, dann unter Daniel Arap Moi bis 1988 Vizepräsident, Differenzen mit Arap Moi
- 1991 Gründung eigener Partei, der Democratic Party
- 2002 als Führer des Mehrparteienbündnisses National Rainbow Coalition (NARC) Präsident Kenias, zuvor zweimal erfolglos gegen Arap Moi angetreten
- wenig Erfolge in der Korruptionsbekämpfung, dafür Einlösung des Wahlversprechens der kostenlosen Schulbildung für alle Kinder,
- 2005 Kabinettsneubildung infolge von Korruptionsskandalen und gescheitertem Verfassungsentwurf
- Privates: Vater von fünf Kindern mit zwei Frauen, Großgrundbesitzer (mehrere Ranches in Kenia),

Hintergrund / Funktion:

Präsident Kenias seit 2002, katholisch

Interessen & Positionen:

- Verhindern, dass sich somalische Islamisten auf kenianisches Territorium zurückziehen können (1998 Anschläge möglicherweise von Terroristen aus Somalia begangen)
- Daher Kooperation mit TFG
- Daher Grenzschließung zu Somalia
- Bedenken, dass Islamisten in Somalia Kontakte zu kenianischen Islamisten haben könnten und diese ausbauen
- Ein Übergreifen des Konflikts auf kenianisches Territorium muss unbedingt verhindert werden
- Daher Interesse an politischer Lösung der Krise, nicht militärisch

Handlungsspielraum / mögliche Strategien:

- Sheik Sharif als „moderaten“ Court Leader unterstützen und möglichst in politischen Dialog einbinden
- Innerhalb der IGAD möglichst als neutraler Vermittler auftreten

Ressourcen:

- Finanzielle Mittel aus dem Staatshaushalt
- militärische Kapazitäten vor allem für die Bewachung der Grenze (für eine mögliche Peace-keeping-Truppe kommen sie nur dann in Frage, wenn das Gebot, dass Nachbarländer keine Truppen entsenden dürfen, vom Sicherheitsrat gelockert wird),
- Kontakte zu Sheikh Sharif,
- Nairobi als Rückzugmöglichkeit der TFG und möglichen Ort von Konferenzen der verschiedenen Bündnisse wie IGAD oder Somali-Contact-Group

Verbündete Akteure:

Äthiopien, USA, GB, EU, TFG

Gegnerische Akteure:

Radikale Kräfte der UIC, Eritrea, teils Arabische Liga

Foren:

IGAD, AU, UN