| John Agyekum Kufuor 
Biographisches
Kufour studierte Jura an der Universität von Oxford und schloss
mit einem Bachelor in Wirtschaft, Philosophie und Politik im Jahre
1964 ab. Nach seiner Rückkehr nach Ghana Ende der 1960er Jahre,
wurde er dort politisch aktiv. 1969 gehörte Kufour zu den Gründern
der Progress Party (PP), zehn Jahre später war er an der Gründung
der Popular Front Party (PFP) beteiligt. Er war von 1969 bis 1971
stellvertretender Außenminister Ghanas und Leiter der Delegation
Ghanas bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen. 1981 führte
er Gespräche mit dem IWF und der Weltbank.
Im Jahr 2000 setzte sich Kufour bei den Präsidentschaftswahlen
im zweiten Wahlgang durch. Am 7. Januar 2001 trat er sein neues Amt
an.
John Agyekum Kufour setzt sich in Ghana für die Achtung der Menschenrechte
ein. Er legt besonderen Wert auf die Förderung der Bildung und
Ausbildung in seinem Land und die Entwicklung der Infrastruktur. Während
seiner Amtszeit konnte die Inflation eingedämmt werden und ein
solides Wirtschaftswachstum erreicht werden.
Hintergrund / Funktion:
Interessen & Positionen:
Die Afrikanische Union hat den Willen die somalische Übergangsregierung
in Form einer AU-Friedensmission zu unterstützen. Am 6. Dezember
2006 verabschiedete der UN-Sicherheitsrat die Resolution 1725, welche
der AU ein Eingreifmandat für Somalia erteilt. Am 19. Januar
2007 beschloss der AU-Sicherheitsrat die Entsendung von 7500 Soldaten.
Sie sollen die in Somalia stationierte äthiopische Armee ablösen.
Die AU ist sich mit der UN darüber einig, dass keine Nachbarstaaten
Somalias an der African Union Mission to Somalia (AMISOM) teilnehmen
sollten, da diese womöglich nur ihre eigenen Interessen in Somalia
vertreten würden.
Problematisch ist allerdings nach wie vor, dass die Finanzierung der
AU-Somalia-Friedensmission noch nicht gänzlich geklärt ist.
Die AU selbst hat nicht die finanziellen Mittel, sie ist somit auf
die Unterstützung der EU, der UN oder anderer internationaler
Organisationen angewiesen. Die USA haben versprochen, die AMISOM mit
40 Mio.US $ zu unterstützen. Die EU möchte 15 Mio.€
zahlen, knüpft daran allerdings die Bedingung, dass die Übergangsregierung
Schritte zur politischen Versöhnung einleitet.
Derzeit ist die AMISOM kaum existent. Seit 1. März ist ein ugandisches
Bataillon (1200-1700 Soldaten) in Somalia vertreten. Der Präsident
Ugandas Museveni kündigte aber an, die Soldaten seines Landes
würden nur Truppen der Übergangsregierung ausbilden, selbst
jedoch keine aktive Friedensicherung betreiben. Malawi und Nigeria
haben der AMISOM jeweils 1000 Soldaten zugesagt, Burundi bis zu 1000,
Ghana eine unbekannte Truppenzahl, Ruanda und Benin erwägen eine
Beteiligung und Tansania wird keine Truppen stellen, hat aber angeboten
1000 somalische Soldaten auszubilden. Aufgrund anhaltender Kämpfe
in Mogadishu erscheint es unwahrscheinlich, dass weiter Staaten ihren
Zusagen nachkommen werden.
Handlungsspielraum / mögliche Strategien:
Unterstuetzung des TFG beim Aufbau eines demokratischen Rechtsstaats.
Ausbildung von Militaer und Polizei, sowie militaerische Aktionen
gegen feindlich gesinnte Kraefte des TFGs.
Ressourcen:
40 Mil.US$ der USA, 15 Mil.€ der EU, marginale Finanzierung
durch AU-Haushalt, 1500 ugandische Kombattanten in Somalia, (potentielle
Truppensteller: Burundi, Nigeria, Ghana, Ruanda, Benin)
Verbündete Akteure:
Uganda (Yoweri Museveni), UN (Francois Lonseny Fall),USA (Jendayi
Frazer, Michael V. Hayden), EU (Javier Solana), TFG (Abdullahi Yusuf
Ahmed, Ali Mohamed Ghedi, Adan Mohamed Nuur Madobe), Mohammad Omar
Habeb Dheere, Muhamma Said Hersi Morgan, Asha Haji Elmi,
Gegnerische Akteure:
Islamisten, Warlords mit undemokratischen Gesinnungen
Foren:
AU (AMISOM), UN, EU & USA
|