projektkrise 2004geschichte

Li Zhaoxing

 

Biographisches

- geboren im Oktober1940 in der Shandong Province in China
- Hochschulabschluß in der Universität von Peking 1964
- 1970-1977 Attache des chinesischen Botschafters in Kenia
- 1983-1985 erster Sekretär der chinesischen Botschaft im Königreich von Lesotho
- 1993-1995 Botschafter und Generalbevollmächtigter der Volksrepublik China bei den Vereinten Nationen
- 1995-1998 / 2001-2003 Vize-Minister des Außenministers der VR China
- 2003 Außenminister der VR China
- verheiratet und einen Sohn

Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe / Funktion

Außenminister der Volksrepublik China

Interessen & Positionen

China hat schon seit langer Zeit sehr gute Beziehungen zu den Nahost- und Nordafrikanischen Staaten
- China, gilt wiederum in diesen Staaten als Vorbild, hinsichtlich seines wirtschaftlichen Erfolges als ehemaliges Entwicklungsland.
- Nach dem Ende des Ost-West Konfliktes kommt neben der wirtschaftlichen auch noch eine sicherheitspolitische Dimension hinzu (Atommacht und eine der größten Armeen der Welt) .
- China ist eine Atommacht und es gab Verhandlungen über chinesische Hilfe beim Bau von Atomreaktoren (Marokko und Iran)
- Die meisten Öl-claims sind in chinesischer Hand, daneben haben nur noch Indien und Malaysia und zu einem sehr geringen Teil auch sudanesische Firmen einen Anteil.
- Zur Sicherung dieser (ÖL)Interessen hat Peking 4000 Soldaten im Sudan stationiert (über die genaue Zahl der Soldaten existieren allerdings widersprüchliche Angaben)
- China bietet eine attraktive Alternative zu westlichen Öl-Firmen
- Durch die Beherbergung von Osama Bin Laden steht auch der Sudan auf der Liste der „Schurkenstaaten“ – China hingegen hat in den VN gegen Sanktionen für den Sudan gestimmt
- China ist gegen eine Spaltung des Landes im Jahr 2010, denn ein unabhängiger Südsudan (mehrheitlich christlich) könnte sich eher dem Westen zuwenden (Pläne für eine Öl-Pipeline bis an den Atlantik existieren wohl schon und auch der Plan einer Eisenbahnlinie nach Kenia (mit deutscher Beteiligung).
- Momentan verläuft eine Pipeline von den Ölfeldern im Süden bis zum Hafen in Port Sudan im Nordsudan
- Geplant ist eine weitere Pipeline von Darfur nach Port Sudan zu bauen

Ressourcen

- militärisch verfügt China über eine riesige Armee (technologisch vielleicht nicht so stark wohl aber was die Truppenstärke angeht) außerdem ist China eine Atommacht und China hat bereits Truppen im Sudan
- China hat einen Sitz im Sicherheitsrat, hat sehr gute Verbindungen zu Ägypten und zu anderen Nordafrikanischen Staaten
- Zusammenarbeit auf wirtschaftlichen und technologischen Gebieten (Lobby und Kontakte)
- China ist interessiert an Öl und Erdgas und an dem Verkauf von Waffen und Technologie
- China ist kein dekadenter und bevormundender westlicher Staat

Verbündete Akteure

- Regierung des Sudans (Umar al-Baschir)
- Russland (ähnliche Interessen wie China)
- Ägypten historisch gewachsene gute Beziehungen (Ägypten nahm als erster afrikanischer Staat diplomatische Beziehungen zu China auf 1955)
- Marokko, Irak, Iran, Syrien, Saudi-Arabien

Gegnerische Akteure

- USA
- EU - Europäische Staaten insbesondere auch Deutschland
- Südsudan SPLA (John Garang)