projektkrise 2004geschichte

Paulino Matip

 

Biographisches

Ich setze mich bereits seit der Zeit der Anya Nya II-Bewegung, deren Nummer Zweic ich war, vorbehaltlos für einen unabhängigen, demokratischen Südsudan ein, in dem alle Volksgruppen gleichermaßen repräsentiert sind. Zu diesem Ziel schloß ich 1997 gemeinsam mit Riek Machar und einigen weiteren Verbündeten ein Abkommen mit der Regierung in Khartoum, das die Weichen für eine demokratische Entwicklung im Südsudan stellen sollte. Bedauerlicherweise verhinderte die SPLA unter der diktatorischen Führung von John Garang effektiv die Umsetzung des Abkommens, um ihrer eigenen Volksgruppe eine stärkere Position zu verleihen. Nach dem Verrat Mr. Machars an unserer Sache und unserem Volk wurde ich Oberkommandierender der SSDF.

Hintergrund / berufl. Position / Aufgabe / Funktion

General in der Armee des Sudan; Commander-in-chief der South Sudan Defence Force (SSDF); Angehöriger der Volksgruppe der Nuer

Interessen & Positionen

Der Naivasha-Prozeß und die daraus resultierenden Vereinbarungen müssen schnellstens überarbeitet und ausgeweitet werden, um die Vereinbarungen der Khartoum-Vereinbarung von 1997 einzuschließen. In den Verhandlungen von Naivasha wurden - dank der Einmischung fremder Staaten- die Interessen der Nuer und anderer Volksgruppen, die alle unter dem Dach der SSDF zusammengeschlossen sind, zugunsten der Dinka und ihrer Verbündeten in der SPLA übergangen, so daß der Dikator Garang seine Machtstellung im Südsudan weiter ausbauen konnte. Dieser Entwicklung müssen wir entschlossen entgegentreten. Alle weiteren Verhandlungen müssen auf demokratischer, multi-ethnischer Grundlage vollzogen werden, und diese Grundlage muß in den weiteren Handlungen der Beteiligten zu erkennen sein. Priorität hat hierbei eine Verständigung zwischen allen Kräften des Südens auf gleichberechtigter, demokratischer Grundlage

Ressourcen

- einige tausend, nach manchen Schätzungen bis zu 10.000 gut bewaffnete, aber teilweise schlecht disziplinierte Truppen
- ein loses Netzwerk von militärischen und politischen Organisationen, zusammengeschlossen in der SSDF und dem politischen Arm SSUDA
- Stellungen um wichtige Garnisonsstädte im Ölgebiet herum; Kontrolle über Verkehrswege
- Gute Kontakte nach Khartoum

Verbündete Akteure

GoS, insbes. dessen militärische Zweige

Gegnerische Akteure

SPLA