Paulino
Matip
Biographisches
Ich setze mich bereits seit der Zeit der Anya Nya
II-Bewegung, deren Nummer Zweic ich war, vorbehaltlos für einen
unabhängigen, demokratischen Südsudan ein, in dem alle Volksgruppen
gleichermaßen repräsentiert sind. Zu diesem Ziel schloß
ich 1997 gemeinsam mit Riek Machar und einigen weiteren Verbündeten
ein Abkommen mit der Regierung in Khartoum, das die Weichen für
eine demokratische Entwicklung im Südsudan stellen sollte. Bedauerlicherweise
verhinderte die SPLA unter der diktatorischen Führung von John
Garang effektiv die Umsetzung des Abkommens, um ihrer eigenen Volksgruppe
eine stärkere Position zu verleihen. Nach dem Verrat Mr. Machars
an unserer Sache und unserem Volk wurde ich Oberkommandierender der
SSDF.
Hintergrund / berufl. Position
/ Aufgabe / Funktion
General in der Armee des Sudan; Commander-in-chief
der South Sudan Defence Force (SSDF); Angehöriger der Volksgruppe
der Nuer
Interessen & Positionen
Der Naivasha-Prozeß und die daraus resultierenden
Vereinbarungen müssen schnellstens überarbeitet und ausgeweitet
werden, um die Vereinbarungen der Khartoum-Vereinbarung von 1997 einzuschließen.
In den Verhandlungen von Naivasha wurden - dank der Einmischung fremder
Staaten- die Interessen der Nuer und anderer Volksgruppen, die alle
unter dem Dach der SSDF zusammengeschlossen sind, zugunsten der Dinka
und ihrer Verbündeten in der SPLA übergangen, so daß
der Dikator Garang seine Machtstellung im Südsudan weiter ausbauen
konnte. Dieser Entwicklung müssen wir entschlossen entgegentreten.
Alle weiteren Verhandlungen müssen auf demokratischer, multi-ethnischer
Grundlage vollzogen werden, und diese Grundlage muß in den weiteren
Handlungen der Beteiligten zu erkennen sein. Priorität hat hierbei
eine Verständigung zwischen allen Kräften des Südens
auf gleichberechtigter, demokratischer Grundlage
Ressourcen
- einige tausend, nach manchen Schätzungen
bis zu 10.000 gut bewaffnete, aber teilweise schlecht disziplinierte
Truppen
- ein loses Netzwerk von militärischen und politischen Organisationen,
zusammengeschlossen in der SSDF und dem politischen Arm SSUDA
- Stellungen um wichtige Garnisonsstädte im Ölgebiet herum;
Kontrolle über Verkehrswege
- Gute Kontakte nach Khartoum
Verbündete Akteure
GoS, insbes. dessen militärische Zweige
Gegnerische Akteure
SPLA
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