Jan
Pronk
Biographisches
• Johannes Pieter Pronk wurde am 16.März
1940 in Den Haag geboren. Er ist verheiratet und hat einen Sohn und
eine Tochter.
• Studium der Wirtschaftswissenschaften in Rotterdam (Abschlus
1964)
• Von 1979 bis 1980 Professor für Internationale Entwicklungsstrategie
Institut für Gesellschaftstudien in Den Haag
• 1989 Übernahme des Den Uyl Lehrstuhl () an der Universität
von Amsterdam.
Politische Laufbahn:
Niederlande:
- 1971-1973 – Vorsitzender der Arbeiterpartei Partij van de
Arbeid (PvdA) in der "Zweiten Kammer" des Parlaments
- 1973-1977 – Minister für Entwicklungszusammenarbeit (Regierung
Joop den Uyl)
- 1978-1980 – Vorsitzender der Arbeiterpartei Partij van de
Arbeid (PvdA) in der "Zweiten Kammer" des Parlaments
- 1986-1989 – Vorsitzender der Arbeiterpartei Partij van de
Arbeid (PvdA) in der "Zweiten Kammer" des Parlaments
- 1989-1994 – Minister für Entwicklungszusammenarbeit (Regierung
Ruud Lubbers III)
- 1994-1998 – Minister für Entwicklungszusammenarbeit (Regierung
Wim Kok I)
- 1998-2002 – Minister für Wohnbau, Raumplanung und Umwelt
(Regierung Wim Kok II)
Vereinte Nationen:
- 1980-1985 – Stellvertretender Generalsekretär der Konferenz
der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung (UNCTAD)
- 1985-1986 – Beigeordneter Generalsekretär der Vereinten
Nationen
- Juli 2001 – Vorsitzender der 6. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien
zum Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen
in Bonn, wo er durch harten persönlichen Einsatz eine Einigung
zum Kioto-Protokoll sicherstellte, wofür er vom US-Unternehmerrat
für umweltverträgliche Energie (U.S. Business Council for
Sustainable Energy) mit dem Climate e-Award ausgezeichnet wurde.
- 2002 – UN-Generalsekretär Kofi Annan beauftragt ihn als
Sonderbotschafter für Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung
(WSSD) in Johannesburg, wo er Diskussionen zu den Themen Wasser, Hygiene,
Umwelt und Biodiversität moderiert.
- März 2003 – Pronk wird zum neuen Vorsitzenden des Rat
für Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung
(WSSCC) ernannt
- Dezember 2003 – Pronk tritt die Nachfolge von Sir Richard
Jolly beim ersten WASH Global Forum in Dakar/Senegal.
- Juni 2004 – UN-Generalsekretär Kofi Annan ernennt ihn
zum Sonderbeauftragten für die sudanesische Krisenregion Darfur.
Sonstiges:
Jan Pronk fühlte sich schon früh für die schwachen
dieser Welt verantwortlich. Seit seiner Jugend engagierte er sich
aktiv beim niederländischen Roten Kreuz. In den 70-.er Jahren
war er maßgeblich an den Verhandlungen zu Surinams Unabhängigkeit
beteiligt. Auf seine Initiative hin erhielt die ehemalige Kolonie
Entwicklungshilfe in Höhe von 1,6 Milliarden Euro. In seiner
Anfangszeit als Minister für Entwicklungszusammenarbeit fiel
er vor allem dadurch auf, dass er sich vehement für Befreiungsbewegungen
in Kuba und Afrika einsetzte. Nach dem Bericht der Kommission zum
Srebrenica-Massaker 2002, war er der erste Minister der zurückgetreten
ist.
Pronk setzte sich jahrelang massiv dafür ein sich für die
Verbrechen während der Kolonialzeit in Indonesien zu entschuldigen.
Dies und seine fundamentale Kritik an den diktatorischen Verhältnissen
in Indonesien, die schließlich zu einem Ende der Entwicklungszusammenarbeit
zwischen diesen Ländern führte, brachten ihm nicht immer
nur Freunde ein.
Sein Engagements während seiner langjährigen Amtszeit als
Entwicklungshilfeminister (insgesamt 13 Jahre) trug ihm in der niederländischen
Politik den Spitznamen „Minister of National Conscience“
an. Der niederländischen Bevölkerung ist er vor allem bekannt
dafür während Parlamentssitzungen einzuschlafen.
Die Ernennung zum „special representative“ bedeutet den
Höhepunkt in seiner langjährigen internationalen Karriere.
Durch seine langjährigen Erfahrungen als Minister für Entwicklungszusammenarbeit
ist Jan Pronk mit den speziellen Problemen Afrikas gut vertraut.
Interessen & Positionen
Als “Secretary-General's Special Representative
for the Sudan” besteht seine Hauptaufgabe in der Koordination
der UN-Mission im Sudan (UNMIS). Wichtigstes Ziel ist die Implementierung
des Friedensvertrages. Das heißt vor allem dafür zu sorgen,
dass die bewaffneten Volksgruppen entwaffnet werden, dass der Waffenstillstand
eingehalten wird, dass die Flüchtlinge zurückkehren können,
und dass der Aufbau einer gemeinsamen Armee beginnt.
Ressourcen
Als erster Ressource ist Pronks exzellenter internationaler
Ruf zu nennen. Pronks persönliche Integrität und moralische
Autorität verleihen seiner Stimme internationales Gewicht. Außerdem
verfügt Pronk über ausgezeichnete Kontakte zu den europäischen
Regierungen, bei denen sein Wort ebenfalls viel zählt.
Gefürchtet sind die monatlich stattfindenden Pressekonferenzen,
bei denen Pronk die Möglichkeit hat, bestimmte Leute an den Pranger
zu stellen bzw. lobend hervorzuheben, und damit deren Reputation zu
zerstören oder zu verbessern.
Als Verantwortlicher für die UN-Mission hat Jan Pronk zudem die
Koordinationsgewalt über 10.000 Soldaten. Hierbei ist er zwar
an das Mandat des Sicherheitsrates gebunden, hat aber durchaus einen
kleinen Spielraum.
Verbündete Akteure
Alle, die einer friedlichen und umfassenden Lösung
des Sudankonfliktes interessiert sind..
Gegnerische Akteure
Die UN hat doch keine Gegner…. |